COPD: Die heimtückische Raucherkrankheit
Die Dunkelziffer dürfte viel höher liegen, da viele Betroffene nichts von ihrer Krankheit wissen.
COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) wird oft erst spät erkannt. Einige Patientinnen und Patienten erreichen bei der Erstdiagnose Stufe 3 oder 4 der vierteiligen Skala. Das ist ein Schock für die Betroffenen, doch es kommt nicht selten vor. Auch weil Patienten ihre Symptome – wie Auswurf, Husten und Atemnot – häufig verharmlosen oder gar nicht an den Hausarzt melden. Hinzu kommt, dass die Lungenfunktion oft erst in fortgeschrittenen Stadien drastisch abfällt. Sinkt sie unter 30 Prozent, sind die Betroffenen teilweise den Grossteil des Tages an ein Sauerstoffgerät gebunden.
Spezialisierte Betreuung und regelmässige Lungentests
Angesichts dieser späten Diagnosen und der oft schon weit fortgeschrittenen Erkrankung ist eine umfassende und spezialisierte Betreuung unerlässlich. Genau hier setzen die Kliniken Valens an, die an drei Standorten – Walenstadtberg, Davos Clavadel und Wald – Patientinnen und Patienten mit verschiedenen Lungenerkrankungen versorgen. Neben Fällen von Asthma bronchiale und schweren Lungenentzündungen, etwa durch Grippeviren, Covid-19 oder andere Infektionen, werden auch Menschen nach Lungenoperationen behandelt. Die grösste Patientengruppe in der Lungenrehabilitation sind jedoch langjährige Raucherinnen und Raucher mit fortgeschrittener COPD.
In der Akutphase kommen Patienten häufig nach einer Verschlechterung ins Krankenhaus, oft mit nichtinvasiver Beatmung, um die Atemmuskulatur zu entlasten – insbesondere nachts. Durch individuell abgestimmte Therapie- und Trainingspläne sowie Inhalationstherapien können die Betroffenen Erleichterung erfahren. Um den Krankheitsverlauf auch nach der Reha zu überwachen, sind regelmässige Lungenfunktionsuntersuchungen essenziell.