Tod von Jesús de Miguel: Von Sperre bis Gefängnis – diese Strafen drohen Torhüter Owono
Jesús de Miguel starb am Dienstag, 3. November, im Alter von 30 Jahren im Spital. Am Vorabend war er in der Nachspielzeit des spanischen Zweitligaspiels zwischen dem CD Tenerife und dem FC Andorra mit Jesús Owono zusammengestossen. Die spanische Nationalpolizei untersucht den Todesfall unter gerichtlicher Aufsicht. Damit steht noch keine strafrechtliche Verantwortung fest
Szenario 1: Vier bis zwölf Spiele Sperre
Der spanische Fussballverband RFEF sieht in Artikel 102 seines Disziplinarreglements vier bis zwölf Spielsperren vor, wenn ein Spieler während des Spiels gewaltsam gegen einen Gegner vorgeht und die Aktion schwere Folgen hat. Die Nachrichtenagentur EFE nennt diesen Artikel als mögliche Grundlage für eine Sanktion gegen Owono. Die Sportzeitung «AS» rechnet mit acht bis zwölf Spielen. Das ist eine Einschätzung; eine veröffentlichte Entscheidung des Verbands konnte ich zum Recherchestand vom 4. November nicht verifizieren.
Eine lebenslange Sperre sieht Artikel 102 nicht vor.
Szenario 2: Die Ermittlungen enden ohne Strafverfahren gegen Owono
Der leitende Staatsanwalt von Santa Cruz de Tenerife, José Luis Sánchez-Jáuregui, hält es laut EFE für sehr schwierig, dass es zu einem Strafprozess kommt. Er verweist darauf, dass sich der Zusammenprall im Kampf um den Ball ereignete. Die Rote Karte dokumentiert die sportliche Beurteilung der Szene.
