FC Basel: Slavisa Jokanovic soll neuer Trainer beim FCB werden
Die Trainersuche beim FC Basel steht offenbar vor dem Abschluss. Der erfahrene Serbe Slavisa Jokanovic soll auf Stephan Lichtsteiner folgen und einen Vertrag bis Saisonende erhalten.
Der FC Basel scheint bei der Suche nach einem neuen Cheftrainer fündig geworden zu sein. Der 58-jährige Serbe Slavisa Jokanovic soll künftig die Mannschaft von Xherdan Shaqiri und Co. trainieren. Das berichtet der «Blick» am Freitag unter Berufung auf eigene Informationen. Demnach soll Jokanovic beim FCB einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Saison unterschreiben. Eine offizielle Bestätigung des FC Basel steht bislang allerdings noch aus.
Jokanovic soll am Dienstag erstmals das FCB-Training leiten
Lange müssen sich die Basler Spieler offenbar nicht mehr auf ihren neuen Trainer gedulden. Laut «Blick» soll Jokanovic bereits am kommenden Dienstag erstmals das Training leiten.
Sein erstes Spiel an der Seitenlinie wäre demnach zunächst ein Test: Am 3. Oktober trifft der FC Basel während der Länderspielpause auf den FC Winterthur. Der Zeitpunkt für den Trainerwechsel ist günstig.
Nach dem vergangenen Meisterschaftsspiel steht für den FCB eine dreiwöchige Nationalmannschaftspause an. Damit bekommt der neue Trainer Zeit, seine Vorstellungen bei der Mannschaft einzuführen. Die Verpflichtung würde ausserdem genau dem Profil entsprechen, das die Basler Verantwortlichen zuletzt öffentlich beschrieben hatten.
FC Basel suchte gezielt einen erfahrenen Trainer
Nach dem gescheiterten Experiment mit Stephan Lichtsteiner wollte der FCB dieses Mal offenbar bewusst auf Erfahrung setzen.
Der Technische Direktor Andreas Herrmann erklärte während der Trainersuche, dass der neue Coach eine gewisse Erfahrung, Autorität und Seniorität mitbringen solle. Damit wolle man auch für schwierige Situationen gewappnet sein.
Jokanovic erfüllt dieses Profil. Der 58-Jährige blickt auf zahlreiche Trainerstationen in unterschiedlichen Ländern zurück.
Unter anderem trainierte er bereits Watford, Fulham und Sheffield United in England. Hinzu kommen Engagements bei Maccabi Tel Aviv, Dinamo Moskau und zuletzt Al-Nasr in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Besonders erfolgreich war Jokanovic zuvor mit Partizan Belgrad. Mit dem serbischen Klub gewann er zweimal das nationale Double. Später führte er auch Muangthong United zur thailändischen Meisterschaft.
Auch als Spieler sammelte der Serbe internationale Erfahrung. Der ehemalige defensive Mittelfeldspieler spielte mehrere Jahre in Spanien und stand zwei Spielzeiten beim FC Chelsea unter Vertrag. Für Jugoslawien nahm er unter anderem an der Weltmeisterschaft 1998 und der Europameisterschaft 2000 teil.
Jokanovic führte Watford und Fulham in die Premier League
Vor allem seine Zeit in England dürfte für die Basler Verantwortlichen interessant sein. Jokanovic gelang es gleich mit zwei Vereinen, den Aufstieg in die Premier League zu schaffen.
2015 führte er Watford in die höchste englische Spielklasse. Drei Jahre später gelang ihm dasselbe mit Fulham. Die Londoner setzten sich damals im Play-off-Final der Championship gegen Aston Villa durch. Damit bringt Jokanovic wesentlich mehr Erfahrung im Profifussball mit als sein Vorgänger Lichtsteiner bei dessen Amtsantritt in Basel.
Lichtsteiner musste nach schwachem Saisonstart gehen
Nach sieben Meisterschaftsspielen der neuen Saison standen allerdings lediglich zehn Punkte zu Buche. Präsident David Degen begründete die Trennung damit, dass die erhoffte sportliche Weiterentwicklung und Aufwärtstendenz nicht erkennbar gewesen seien.
Interimstrainer Luigi Nocentini übernahm anschliessend. Sein Einstand gelang eindrucksvoll: Basel gewann beim FC Luzern mit 4:2, wobei Xherdan Shaqiri zwei Treffer erzielte und einen weiteren vorbereitete. Im anschliessenden Heimspiel gegen St. Gallen folgte allerdings ein Rückschlag. Basel verlor im Joggeli mit 1:3.
Nun deutet vieles darauf hin, dass Nocentinis Zeit als Cheftrainer nach der Länderspielpause endet und Jokanovic übernimmt.
Offizielle Bestätigung des FC Basel steht noch aus
Ganz abgeschlossen ist der Trainerwechsel allerdings noch nicht. Der FC Basel hat Jokanovic bislang nicht offiziell als neuen Cheftrainer präsentiert.
Der «Blick» berichtet, dass der Serbe übernehmen und einen Vertrag bis Saisonende erhalten soll. Auch Watson hat die Meldung inzwischen aufgegriffen.
Sollte der FCB die Verpflichtung bestätigen, wäre die mehr als zwei Wochen dauernde Suche nach einem Nachfolger für Lichtsteiner beendet.