Zwei sechste Plätze für die Bündner Mountainbiker
Es war ein überaus hektisches Finale mit allen Titelanwärtern auf dem letzten Kilometer des Bergibike, wie das Organisationskomitee in einer Medienmitteilung vermeldete. Die beiden Haupthindernisse auf den 79 Kilometern zwischen Fribourg und Bulle – La Berra und Le Gibloux – hatten nicht die gewünschte Selektion herbeigeführt. Auf den verbleibenden rund 20 Kilometern bis ins Ziel in Bulle kam es nochmals zum Zusammenschluss einer grösseren Gruppe mit allen Favoriten. Urs Huber, Martin Fanger, Konny Looser, Marc Stutzmann, Casey South und der Bündner Andrin Beeli kämpften um die beste Position für den Zielsprint. Um die letzten Kurven konnten sich aber nur noch Huber, Looser und Fanger an der Spitze behaupten. Den längsten Atem und die grösste Risikobereitschaft zeigte schliesslich Looser, der Huber auf der Ziellinie noch um Reifenbreite abzufangen vermochte. Das Bergibike zählte in diesem Jahr zugleich als Schweizer Bikemarathon-Meisterschaft.
Sieg auf den letzten Metern
Im Siegerinterview erklärte Looser: «Die Zieleinfahrt war sehr schwierig zu fahren. Ich hatte mir im Vorfeld zwei Stellen eingeprägt, an denen ich mich an die Spitze setzen wollte, aber ich habe es an beiden Stellen nicht geschafft. Mein Glück war, dass Urs Huber die letzte Kurve nicht enger angefahren ist. So konnte ich kurz vor der Ziellinie noch an ihm vorbeifahren.» Looser hat schon am Morgen gespürt, dass es heute sein Tag werden könnte. In der Vorwoche hatte der 33-Jährige Zürcher Oberländer den Marathon im deutschen Singen mit ähnlicher Topografie ebenfalls im Sprint gewonnen. Er sagt: «Dieser Titel bedeutet mir ungleich mehr wie der erste vor fünf Jahren. Der erste Titel kam eher überraschend. Heute dagegen wollte ich ihn unbedingt gewinnen. Am Schluss ist auch noch alles perfekt für mich aufgegangen.»