Zwei Menschen bei Explosion in Bahnhofsnähe in Deutschland verletzt
Nach einer nächtlichen Explosion unweit des Hauptbahnhofs im süddeutschen Augsburg hat es wegen der Ermittlungen und des Fundes eines weiteren verdächtigen Gegenstands stundenlang Sperrungen im Zentrum der Stadt gegeben.
Durch die Explosion in einer Gebäudepassage gegen 3.15 Uhr wurden zwei junge Menschen leicht verletzt. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie als Passanten nur zufällig Opfer wurden.
Mehrere Medien berichteten, dass es sich um eine Handgranate gehandelt habe. Die Polizei bestätigte dies zunächst nicht. Auch der Hintergrund der Explosion war unklar. «Das ist alles Gegenstand der Ermittlungen», sagte ein Polizeisprecher.
Nach Explosion Alarm im Bahnhofsgebäude
Etwa fünf Stunden später gab es Bombenalarm im benachbarten Bahnhofsgebäude selbst. Die Polizei sperrte das gesamte Bahnhofsareal ab, der Zugverkehr wurde komplett eingestellt. Von der Sperrung waren mehr als eine Stunde lang der komplette Regional- und auch der ICE-Verkehr betroffen. Augsburg ist ein Halt auf der vielbefahrenen Strecke zwischen München und Stuttgart.
Danach gab es Entwarnung: Der verdächtige Gegenstand stellte sich als harmlos heraus, die Züge konnten wieder rollen. Die Deutsche Bahn (DB) teilte aber mit, dass es zu Folgeverspätungen kommen könne. Auch kurzfristige Zugausfälle seien möglich, berichtete die DB.
Nach Angaben der Polizei war in der Nacht gegenüber dem Bahnhof ein bislang unbekannter Gegenstand in einem Gebäudedurchgang explodiert. Dadurch erlitten zwei junge Menschen Knalltraumata. Bei den Opfern handelt es sich um eine 17-Jährige sowie einen 18-Jährigen. Nach Polizeiangaben sind beide Ukrainer. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie zufällig in der Gegend waren.