Zverev souverän zu deutschem Rekord
Alexander Zverev ist beim US Open weiter auf Titelkurs. Nach dem Sieg gegen den Niederländer Botic van de Zandschulp steht er in den Halbfinals und schafft zudem einen deutschen Rekord.
Die ersten zwei Partien, in denen der topgesetzte Zverev sich gegen den Italiener Lorenzo Sonego beziehungsweise den Franzosen Quentin Halys in fünf Sätzen abgemüht hat, sind längst vergessen. Seither hat der Deutsche Fahrt aufgenommen, ist er ohne Satzverlust geblieben und hat er sich endgültig zum ersten Anwärter auf den Turniersieg in Flushing Meadows gemacht.
Beim 6:2, 7:5, 6:1 im ersten Duell mit Van de Zandschulp blieb Zverev auch in den wenigen kritischen Momenten Herr der Lage. Im zweiten Durchgang machte er die erste Möglichkeit des Niederländers, der im Ranking Platz 70 einnimmt, zum Servicedurchbruch nach einem langen Ballwechsel mit 33 Schlägen zunichte. Wenig später wehrte er bei einer 5:4-Führung und eigenem Aufschlag einen Satzball seines Kontrahenten ab, der beim US Open schon fünf Jahre zuvor – damals als Qualifikant – die Viertelfinals erreicht hatte.
Erneut Halbfinalist – und besser als Becker
Zverev stiess dank dem Sieg gegen Van de Zandschulp auch bei der vierten Grand-Slam-Veranstaltung des Jahres zumindest in die Halbfinals vor, was vor ihm lediglich acht Spieler in der Open Era geschafft hatten. Beim Australian Open war er in der Runde der letzten vier am Spanier Carlos Alcaraz gescheitert, beim French Open sicherte er sich endlich den lang ersehnten ersten Triumph bei einem Major-Turnier, in Wimbledon war der derzeit verletzte Weltranglisten-Erste Jannik Sinner im Final zu stark.
In der laufenden Saison steht Zverev nunmehr bei 51 gewonnenen Einzeln, bei so vielen wie kein anderer Spieler auf der Tour. Auf Stufe Grand Slam entschied er bisher 23 Partien für sich, womit er eine nationale Bestmarke aufstellte. Boris Becker hatte vor 37 Jahren 22 Siege geschafft.