Xi und Putin betonen trotz Gegenwind ihre Zusammenarbeit
Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und Russlands Präsident Wladimir Putin haben in Kirgistan ihre Zusammenarbeit in den für Moskau wegen westlicher Sanktionen schwierigen Zeiten betont.
Die Kooperation entwickle sich in wirtschaftlicher und jeder anderen Hinsicht erfolgreich, sagte Putin bei dem Treffen mit Xi in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek. Dort feierte die zentralasiatische Republik ihren 35. Jahrestag der Unabhängigkeit von der Sowjetunion – und ist Gastgeberin des Gipfels der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO), eines Verbundes von china- und russlandfreundlichen Staaten.
«Wir setzen grosse Projekte im Energiebereich, in der Industrie, im Weltall, in Verkehr und Logistik um», sagte Putin. «Angesichts der derzeitigen komplexen geopolitischen Lage sind die umfassende Partnerschaft und die strategische Zusammenarbeit zwischen Russland und China ein Vorbild für zwischenstaatliche Beziehungen.»
Russlands Krieg gegen die Ukraine spielte nach Kremlangaben kaum eine Rolle bei dem Treffen. Es sei in erster Linie um die bilateralen Beziehungen gegangen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow dem russischen Staatsfernsehen. Dabei seien umfänglich Handels- und Wirtschaftsfragen behandelt worden, «die aus verständlichen Gründen natürlich nicht öffentlich erörtert werden».
Putin: SCO nun vollwertige internationale Organisation
China steht in der EU, in der Ukraine und in den USA in der Kritik, Russland mit wichtigen Wirtschaftsgütern unter Umgehung von Sanktionen zur Seite zu stehen. Russland wiederum füllt seine Kriegskasse auch mit dem Verkauf von Öl und Gas an das energiehungrige Nachbarland. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zum 35. Unabhängigkeitstag seines Landes vor einer Woche Peking aufgefordert, sich für ein Ende des Krieges einzusetzen.