WWF ist gegen Schneekanonen
Die Glarner Umweltverbände listen in einer Mitteilung diverse Punkte auf, die gegen die geplanten Beschneiungsprojekte der Sportbahnen Elm sprechen. Daher haben sie gegen das Baugesuch Einsprache erhoben. «Das Projekt gewährleistet keine nachhaltige Sicherung des Skitourismus in Elm», schreibt der WWF Glarus. Das Skigebiet Elm liege mit knapp 1000 Metern über Meter sehr tief und sei mit der Ausrichtung nach Süden und Osten eher warm. «Daran ändern auch Beschneiungsanlagen nichts», so der WWF.
Das Projekt ist laut der Umweltschutzorganisation wegen der Dimensionen vielmehr ein massiver Eingriff in das Ökosystem. Die Liste an baulichen Massnahmen ist lang: Speicherbecken, Wasserleitungen und ein neues Wehr im Sernf sind nur einige davon.
Dadurch würden etwa die Flora, Gewässer, Wald und andere Lebensräume tangiert und kaum geschont. Diese Praxis werde seit 1987 nicht mehr toleriert, heisst es in der Mitteilung weiter. Ein Speicherbecken soll zudem mitten in den Steinibach gebaut werden, sodass der Bach zeitweise trockengelegt werde. Das könne für das Ökosystem des Bachs fatal sein.
Auf den Sommertourismus setzen
«Andere Skigebiete haben naturverträglichere Lösungen für die Speicherung des Wassers gefunden», so der WWF. Nicht zuletzt gebe es durch die Beschneiung einen unnatürlichen Wassereintrag in das Gebiet, was zu einer Veränderung der Vegetation führe.
Das Vorhaben der Sportbahnen Elm befindet sich zudem laut dem WWF Glarus fast vollständig im eidgenössischen Jagdbanngebiet Kärpf, das seit 1548 bestehe und damit das älteste Europas sei. Darin sei der Zweck der Schutz und die Erhaltung von seltenen und bedrohten Tieren und ihren Lebensräumen. «Laut Gesetz sorgen Bund und Kanton dafür, dass die Schutzziele der Banngebiete nicht durch andere Nutzungen beeinträchtigt werden. Das haben die Sportbahnen Elm möglicherweise anders verstanden», schreibt der WWF.