WM-Debütanten fordern Ronaldos Portugal
Cristiano Ronaldo bestreitet in Nordamerika seine sechste Weltmeisterschaft und trifft mit Portugal auf Kolumbien, die DR Kongo und Usbekistan.
Cristiano Ronaldo schreibt weiter Geschichte. Wie sein ewiger Rivale Lionel Messi nimmt der 41-jährige Portugiese in Nordamerika zum sechsten Mal an einer Weltmeisterschaft teil – ein Rekord, der seine beispiellose Langlebigkeit unterstreicht. Portugal geht als Gruppenfavorit ins Turnier und verfügt über ein Kader, das auf allen Positionen Weltklasse-Format besitzt. Neben «CR7» sollen etablierte Stars wie Bruno Fernandes, Bernardo Silva und Rafael Leão für den Unterschied sorgen.
Doch alle Augen sind unweigerlich auf Ronaldo gerichtet, der seine Karriere mit dem einzigen grossen Titel krönen möchte, der ihm noch fehlt. Er selbst nimmt den Druck vor seinem wohl letzten grossen Turnier bewusst heraus: «Natürlich möchte ich Weltmeister werden», betonte die Ikone im Vorfeld, «aber ob ich es schaffe oder nicht, wird meinen Status im Fussball nicht verändern.» Diese Gelassenheit könnte für die Portugiesen, die bei grossen Turnieren oft an der Erwartungshaltung scheiterten, ein Schlüssel sein.
Die unberechenbaren «Cafeteros»
Als grosser Herausforderer Portugals um den Gruppensieg gilt Kolumbien. Die «Cafeteros» reisen mit viel Selbstvertrauen und dem typisch leidenschaftlichen, südamerikanischen Temperament an. Nach einer Phase des Umbruchs wollen die Kolumbianer in Nordamerika wieder an ihre erfolgreichsten Zeiten anknüpfen, als sie etwa 2014 mit erfrischendem Offensivfussball verzückten und bis in den Viertelfinal vorstiessen.
Das aktuelle Team verbindet physische Robustheit mit technischer Eleganz. Der Fixpunkt im kolumbianischen Angriffsspiel ist Flügelstürmer Luis Diaz von Bayern München, dessen Tempo und Dribbelstärke jede Abwehrreihe vor massive Probleme stellen können. Unterstützt von einer Mischung aus hungrigen Talenten und international erfahrenen Strategen im Mittelfeld, gilt Kolumbien als stark im Umschaltspiel und unangenehm zu bespielen. Das Direktduell gegen Portugal könnte eines der spielerischen Highlights der Vorrunde zu werden.