Wird graubündenSPORT zum Sportamt?
Im Vorstoss wird betont, wie gross die Bedeutung von Sport im Kanton ist. Nicht nur, dass die Hälfte der Bündner Bevölkerung mehrmals pro Woche Sport treibt, sondern auch die Tatsache, dass er ein bedeutender Wirtschatsfaktor für die Region ist.
Mit dem von der Regierung am 15. Dezember 2015 genehmigten Sportförderungskonzept wurde die Sportförderung im Kanton Graubünden weiterentwickelt und optimiert. Die Mehrheit der darin formulierten Ziele und Massnahmen wurden inzwischen umgesetzt. «Geblieben ist leider der organisatorische Stellenwert der Sportförderung innerhalb der kantonalen Verwaltung. graubündenSPORT ist einerseits hierarchisch weiterhin auf der untersten kantonalen Stufe positioniert und andererseits im Bereich Volksschule angesiedelt», wird im Vorstoss geschrieben.
Der Vergleich zu anderen Kantonen spricht für das Amt
Diese Organisation auf unterster Stufe werde der wachsenden Bedeutung des Sports in Graubünden nicht gerecht. Sie unterscheide sich denn auch frappant von der Mehrheit der anderen Kantone: In der Ostschweiz inklusive Zürich und Tessin ist die Sportförderung nur in Glarus und Appenzell Ausserrhoden nicht als Amt organisiert. Die Vorstösser finden die Einordnung des Sports in den Bereich der Volksschule sachlich unbegründet.
«Die Berührungspunkte zu anderen Bereichen, vor allem mit dem privatrechtlichen Sport beziehungsweise Vereinssport mit J+S sowie dem Sportfonds überwiegen deutlich», heisst es im Schreiben. «Vor allem aber könnten mit der Organisation als Amt die Anliegen des Sports gegenüber anderen Politikbereichen (Bildung, Raumplanung, Bau, Tourismus, Natur und Umweltschutz etc.) direkter und noch wirksamer vertreten werden.» Ebenso würde es dem Kanton ermöglichen, weiterhin aktiv, aber nach aussen noch besser sichtbar, eine führende Rolle in sportpolitischen Debatten von nationaler Tragweite zu übernehmen.