Wildtierfreundlich in die Natur
Umso wichtiger ist es, sich an die einfachen Verhaltensregeln zu halten, damit Hirsche, Gämsen, Birkhühner usw. genügend Ruhe finden, um gut durch den Winter zu kommen. Mit der Kampagne «Respektiere deine Grenzen – Schneesport mit Rücksicht» sensibilisiert eine breite Koalition aus Sport- und Naturschutzverbänden die Schneesportaktiven.
Zunahme um 40 Prozent
Im Juni 2020 publizierte das Bundesamt für Sport BASPO die Studie «Sport Schweiz 2020». Darin ist ersichtlich, dass sich im Zeitraum von 2014 bis 2020 die Zahl der Ski- und Snowboardtourenfahrer und der Schneeschuhläuferinnen total von rund 276000 auf rund 460000 Sportlerinnen und Sportler erhöht hat. 6.5 Prozen der Bevölkerung übten diese Sportarten an durchschnittlich 5 Tagen pro Jahr aus, 0.2 Prozent der Bevölkerung als Hauptsportart (2014: 4.1 Prozent der Bevölkerung an durchschnittlich 8 bis 10 Tagen pro Jahr).
Für diesen Winter erwarten die Tourismus-Destinationen einen zusätzlichen Anstieg der Sportarten abseits der Pisten, insbesondere beim Schneeschuhlaufen. Um diese Entwicklung abzufedern, planen die Kampagnenverantwortlichen von «Schneesport mit Rücksicht», noch enger mit den Tourismusverantwortlichen und all jenen Akteuren zusammenzuarbeiten, die Schneeschuhrouten präparieren und signalisieren, um möglichst flächendeckend zu informieren. Immer mehr Schneeschuhlaufende bewegen sich auf Schneeschuh-Trails, auf regelmässig begangenen Routen, aber auch in unberührten Winterlandschaften. Überall gelten die vier Verhaltensregeln der Kampagne: Wildruhezonen beachten, im Wald auf bezeichneten Routen bleiben, den Waldrand meiden und Hunde an der Leine führen.
Kälte und viel Schnee
zwingt Wildtiere zum Energiesparen
Schneller als man denkt, kann man Wildtieren zu nah kommen. Tiefe Temperaturen und ein karges Nahrungsangebot im Winter zwingen die Wildtiere in den Bergen, wie zum Beispiel das Birkhuhn oder die Gämse, zum Energiesparen. Die Tiere brauchen Gebiete, wo sie ungestört sind. Jede Flucht vor Sporttreibenden abseits der Pisten führt zu einem Verlust von wertvoller Energie. In harten Wintern ist dies besonders gravierend.