Wieder kein Duell Sinner gegen Alcaraz
Zum dritten Mal hintereinander wird ein Grand-Slam-Turnier seiner grössten Attraktion beraubt. Das Duell zwischen Jannik Sinner und Carlos Alcaraz findet beim US Open erneut nicht statt.
Das sind die wichtigsten Fragen vor dem Start des vierten und letzten Grand-Slam-Turniers des Tennisjahres am Sonntag in New York
Wie hält das Handgelenk von Alcaraz?
Im letzten Jahr stürmte Carlos Alcaraz in New York überlegen zum Titel, den einzigen Satz im gesamten Turnier gab er im Final gegen Jannik Sinner ab. Auch 2026 begann der Spanier grandios und komplettierte am Australian Open – im Alter von gerade mal 22 Jahren – seinen Karriere-Grand-Slam. Die letzten Monate waren aber schwierig. Seit Mitte April verhinderte eine Sehnenscheidenentzündung im rechten Handgelenk weitere Einsätze. Nun ist der Spektakelspieler und Publikumsliebling zurück.
In Topverfassung ist er der klare Favorit auf einen achten Grand-Slam-Titel. Ohne Vorbereitungsturnier weiss er allerdings wohl selbst nicht, wo er steht. Auch zwei Mixed-Partien im Kurzformat an der Seite von Serena Williams diese Woche gaben kaum Aufschluss, wie gut Alcaraz auf die Strapazen von möglicherweise sieben Matches auf drei Gewinnsätze vorbereitet ist. Sinner fehlt erstmals seit über sieben Jahren bei einem Grand-Slam-Turnier.
Ist Zverev erneut der Profiteur?
Als Nummer 1 gesetzt ist in Abwesenheit von Jannik Sinner, dem das rechte Knie Sorgen bereitet, allerdings nicht Alcaraz, sondern die Weltnummer 2 Alexander Zverev. Der Deutsche erlöste sich am French Open endlich mit seinem ersten Major-Titel. Er nutzte die Chance, nachdem dort mit Alcaraz ebenfalls der Vorjahressieger gefehlt hatte und Sinner in einem Hitzekollaps bereits in der 2. Runde gescheitert war. Die Last, die Zverev von den Schultern fiel, war auch in Wimbledon spürbar, wo er zuvor nie gut spielte, nun aber nach starken Leistungen erst im Final in Sinner seinen Meister fand. Auch das US Open brachte Zverev seit seinem 2020 mitten in der Covid-Pandemie im leeren Stadion gegen Dominic Thiem verlorenen ersten Grand-Slam-Final nie viel Glück. An den eigenen Nerven sollte der Hamburger jedoch nicht mehr scheitern.