Wieder Defektpech, wieder WM-Bronze für die Schweiz
Trotz eines bitteren Déjà-vus holt die Schweiz im Mixed-Teamzeitfahren erneut WM-Bronze. Nach einem Defekt von Küng führt eine starke Aufholjagd der Frauen das Schweizer Sextett noch aufs Podest.
Die Schweizer Hoffnungen auf den dritten WM-Titel nach 2022 und 2023 erhielten an den Titelkämpfen in Montreal früh einen Dämpfer. Stefan Küng wurde nach knapp 5 km von einem Defekt am Lenker ausgebremst.
Für die Schweiz war es ein bitteres Déjà-vu. Bereits im Vorjahr hatte ein technisches Problem die Goldhoffnungen im Mixed-Teamzeitfahren erheblich beeinträchtigt. Damals hatte es mit Marlen Reusser wegen einer defekten Schaltung das Zugpferd des Frauen-Trios erwischt, diesmal mit Küng den Leader bei den Männern.
Schadensbegrenzung zu zweit
Stefan Bissegger und Mauro Schmid entschieden sich, nicht auf Küng zu warten, und betrieben fortan zu zweit Schadensbegrenzung. Trotz der fehlenden Ablösung durch ihren Teamleader hielten sie den Zeitverlust in Grenzen.
Nach 20,3 km übergab das Duo mit der sechstbesten Zeit an die Frauen. Der Rückstand auf das bei Halbzeit führende Italien betrug 35 Sekunden, jener auf einen Podestplatz 24 Sekunden.
Starke Aufholjagd
Nach der Übergabe begann die Schweizer Aufholjagd. Angeführt von der am Sonntag zum zweiten Mal in Folge zur Zeitfahr-Weltmeisterin gekürten Marlen Reusser machten Noemi Rüegg und Jasmin Liechti rasch Boden gut. Bis zur ersten Zwischenzeit hatten die Schweizerinnen Deutschland und Spanien bereits hinter sich gelassen.