Wie schon in Mollis gehört Fabian Staudenmann zu den Geschlagenen
Als grosser Favorit zum Kilchberger Schwinget angereist, scheitert Fabian Staudenmann bei der Mission Titelverteidigung. Es ist eine schmerzhafte Niederlage für den Berner.
Sechs Kranzfestsiege feierte Fabian Staudenmann in dieser Saison. Bei den letzten fünf Festen, an denen er teilnahm, schwang der Berner obenaus. Er siegte bei den prestigeträchtigen Bergklassikern auf der Rigi, dem Brünig und der Schwägalp, dazu gewann er das Kräftemessen am Bernisch-Kantonalen im Wankdorf sowie das Bern-Jurassische Gauverbandsfest.
Entsprechend reiste er als Topfavorit ans Westufer des Zürichsees. Doch der 26-Jährige wurde seiner Rolle von Beginn an nicht gerecht und kassierte eine – für seine Verhältnisse – schallende Ohrfeige.
Nackenschläge nach dem Mittag
Der Gestellte zum Auftakt gegen König Armon Orlik – zum vierten Mal in dieser Saison gab es in diesem Duell keinen Sieger – war noch verschmerzbar. Mit zwei Siegen bis zum Mittag hinkte der Sieger von 2021 seinen Ansprüchen nur minimal hinterher. Entsprechend optimistisch zeigte er sich bei Halbzeit im Interview mit SRF: Er sei nicht wunschgemäss gestartet, habe aber eine Reaktion zeigen können. «Nun gut essen und am Nachmittag versuchen, das Maximum herauszuholen.»
Doch statt die Aufholjagd weiterzuführen, folgte direkt nach dem Mittag in Form des zweiten Gestellten gegen Damian Ott der nächste Nackenschlag, der Staudenmann schon aus der Entscheidung um den Schlussgang nahm. Nach einem weiteren Gestellten gegen den Innerschweizer Michael Gwerder war auch der Festsieg ausser Reichweite.