Wer wird «best of the Rest» in der Bundesliga?
Am Freitag beginnt die 64. Saison in der Bundesliga. Für Bayern München scheint der 36. Meistertitel der Klubgeschichte reserviert. Doch was passiert dahinter?
Die Dominanz der Bayern in der Bundesliga ist erdrückend. 13 der letzten 14 Meistertitel sicherten sich die Münchner. Einzig Bayer Leverkusen ist es in der Saison 2023/24 gelungen, dem Rekordmeister die Schale zu entreissen. «Mitschuld» an der Einöde im deutschen Fussball trägt Borussia Dortmund. Nicht etwa, weil die Nordrhein-Westfalen ein Jahr vor dem Triumphzug Leverkusens den sicher geglaubten Titel am letzten Spieltag gegen Mainz doch noch an die Bayern verschenkten. Vielmehr gründet der Ursprung der Münchner Dominanz in den letzten beiden Meistertiteln des BVB, den die Schwarz-Gelben unter dem heutigen Bundestrainer Jürgen Klopp 2011 und 2012 geholt haben.
Als in den Medien damals von einer vollzogenen Wachablösung die Rede war, konterte Uli Hoeness: «Dortmund ist eine relativ regionale Sache, Bayern ist ein Global Player.» Der damalige Präsident und heutige Ehrenpräsident des FC Bayern mag mit den Aussagen übertrieben haben. Doch seinen Worten liess Hoeness Taten folgen. Nach und nach warb er in Mario Götze, Robert Lewandowski und Mats Hummels die besten Spieler aus Dortmund ab. Während der BVB in der Folge nur noch einmal an der Schale schnuppern konnte, marschierten die Bayern von Titel zu Titel. «Für uns war es gut, dass so ein Verein gekommen ist. Er hat uns auf ein anderes Level geführt», sagte Hoeness später.
Verstärkte Bayern, junge Dortmunder
Ein Verein, der die Bayern in der am Freitag beginnenden neuen Saison in Bedrängnis bringen könnte, ist nicht in Sicht. Der Rekordmeister konnte nicht nur alle wichtigen Leistungsträger halten, sondern seine ohnehin schon auf allen Positionen mit Weltklassespielern besetzte Mannschaft mit dem Marokkaner Ismael Saibari und dem deutschen Nationalspieler Nathaniel Brown gar noch verstärken. Einzig die Sorgen um den Gesundheitszustand von Jamal Musiala trüben die Vorfreude auf die neue Saison. Der 23-jährige Ausnahmekönner brach in der Vorbereitung innerhalb weniger Tage gleich zweimal auf dem Platz zusammen und machte in der Folge eine neurologische Dysfunktion dafür verantwortlich.