Das Lied und Leid der Bienen
von Sina Trottmann und Adrienne Krättli
Das fröhliche Summen an den Sträuchern erweckt den Frühling erst richtig zum Leben. Die Melodie erklingt in unterschiedlichen Tonlagen, denn die Verursachenden teilen sich zwar den Übernamen, gehören aber zu unterschiedlichen Arten. So findet man an einer Blüte die Honigbiene, die Hummel oder die Gehörnte Mauerbiene friedlich nebeneinander bei der Arbeit. Doch der Schein trügt.
Bienen werden in Honig- und Wildbienen unterteilt. In ihrer Lebensart unterscheiden sie sich grundlegend. Auch ihre Herausforderungen weisen Abweichungen auf.
Honigbienen
Honigbienen leben das ganze Jahr über in grossen Völkern und kommen gemeinsam über den Winter. Das Volk wird unterteilt in drei Wesen: die Königin, die Arbeiterinnen und die männlichen Bienen, die sogenannten Drohnen. Mathias Götti Limacher, Präsident der Organisation Bienen Schweiz, betont: «Das einzelne Bienenwesen kann alleine nicht überleben, es braucht immer das gesamte Volk.» Den grössten Anteil bilden die Arbeiterinnen mit etwa 20'000 bis 30'000 pro Volk im Sommer. Sie haben den Zweck, die Eier der Königin aufzuziehen und zu pflegen. Aus dem Nektar produzieren sie den Honig, welcher als Nahrung für das Volk dient.
Das einzelne Bienenwesen kann alleine nicht überleben, es braucht immer das gesamte Volk.»
Mathias Götti Limacher, Präsident Bienen Schweiz
Der grösste Gegner der Honigbienen ist die Varroamilbe. Der eingeschleppte Parasit schwächt die Brut, wodurch diese Bienen weniger lang leben und so im Frühling die neue Brut nicht genügend versorgen können. Die Milbe hält die Imkerinnen und Imker das ganze Jahr auf Trab, denn sie müssen die Völker entsprechend pflegen.