Von den Lawinenforschern zurück an die Bergbahnen
Seit über zwanzig Jahren befindet sich der Sitz des SLF an der Flüelastrasse in Davos Dorf. Davor hatte es seinen Sitz einige Höhenmeter weiter oben auf dem Weissfluhjoch. Das Grundstück hatte das SLF, das damals noch Eidgenössischen Institut für Schnee- und Lawinenforschung hiess, von den damaligen A.G. Drahtseilbahn Davos-Parsenn (heute: Davos Klosters Bergbahnen AG) geschenkt bekommen. Nun ging das Gebäude wieder zurück ins Eigentum der Davos Klosters Bergbahnen AG, wie das SLF in einer Mitteilung schreibt.
Wehmut und Erleichterung beim SLF
SLF-Leiter Jürg Schweizer blickt mit einer gewissen Wehmut zurück, äussere sich aber erleichtert: «Das Weissfluhjoch ist eng mit der SLF-Geschichte verbunden. Auch ich habe meine Karriere an diesem aussergewöhnlichen Arbeitsort begonnen. Da wir das Gebäude aber nicht mehr sinnvoll nutzen konnten, sind wir froh, dass es nun einen neuen Besitzer gefunden hat.»
Freude bei Davos Klosters Bergbahnen
Vidal Schertenleib, Verwaltungsrat und Immobilienverantwortlicher der Davos Klosters Bergbahnen AG, ergänzt: «Aufgrund der Lage mitten im Skigebiet und aufgrund dessen, dass sich die restlichen Liegenschaften auf dem Weissfluhjoch bereits im Eigentum der Davos Klosters Bergbahnen befinden, macht ein Zukauf durchaus Sinn. Das Weissfluhjoch ist eines unserer zentralen Infrastrukturgebäude und wir sind froh, in Zukunft über weitere Räumlichkeiten an diesem Standort verfügen zu können.»
Nach 53 Jahren umgezogen
Der Sitz des SLF wurde 1996 nach Davos gezügelt, da die Nachteile – aufwändige Anreise, beschränktes Platzangebot – die Vorteile eines Standortes mitten im Hochgebirge überwogen. Aufgrund der Technischen Entwicklung war es nicht mehr nötig, mitten im hochalpinen Schneetreiben zu forschen.