Wegen Corona: RhB fährt Millionenverlust ein
Das Geschäftsjahr 2020 war auch bei der Rhätischen Bahn (RhB) stark geprägt von der Coronapandemie. Dies geht aus einer Medienmitteilung des Unternehmens hervor. Infolge massiv tieferer Betriebserträge und trotz frühzeitig eingeleiteter Sparmassnahmen, resultiert für 2020 ein konsolidierter Gesamtverlust von 6,9 Millionen Schweizer Franken, wie die Verantwortlichen schreiben. Zum Vergleich: Im Vorjahr konnte die RhB noch einen stolzen Gewinn von 7,1 Millionen Franken aufweisen.
Verlust ohne Hilfsgelder: fast 20 Millionen Franken
Ohne die Covid-19-Finanzhilfen von Bund und Kanton für den regionalen Personenverkehr und den Autoverlad hätte der Verlust im vergangenen Geschäftsjahr 19,9 Millionen Franken betragen, heisst es. Nur in den Sparten Güterverkehr und Infrastruktur seien die finanziellen Ziele erreicht worden. Hohe Verluste der Tochtergesellschaften Glacier Express AG und Panoramic Gourmet AG hätten in der Sparte Nebengeschäft zu einem hohen negativen Ergebnis geführt.
Knappere Öffnungszeiten und Kurzarbeit
Wie die RhB schreibt, leitete sie diverse Sparmassnahmen ein. Als Reaktion auf die tiefen Frequenzen während des Shutdowns vom Frühling 2020 seien weniger Züge verkehrt, teilweise sogar ohne Zugpersonal. Die Öffnungszeiten an den Bahnhöfen seien ausserdem verkürzt worden. Auf Empfehlung des Bundesamts für Verkehr meldete die RhB im April Kurzarbeit von bis zu 20 Prozent an, wie es weiter heisst. Von Mai bis Ende Jahr sei bei den Mitarbeitenden ein angeordneter konsequenter Abbau von Ferien, Mehrarbeits- und Überzeit erfolgt.