Wawrinka mit Siegeshunger und als Inspiration
Nach drei Jahren Absenz kehrt Stan Wawrinka für eine Derniere ins Schweizer Davis-Cup-Team zurück. In Rio erwartet ihn ein heisser Tanz.
Mit 41 Jahren lässt es sich Stan Wawrinka nicht nehmen, auch noch einmal die Atmosphäre im wichtigsten Teamwettbewerb des Tennis aufzusaugen. «Nach all den Emotionen, die ich dank dieser Mannschaft erleben durfte, freue ich mich sehr, die Schweiz noch ein letztes Mal im Davis Cup vertreten zu dürfen», betont der dreifache Grand-Slam-Champion vor der Auswärtsbegegnung in Brasilien. In der 15'000 Plätze bietenden Farmasi-Halle in Rio de Janeiro darf eine würdige Stimmung erwartet werden.
Wawrinka wird seine 28. Partie im Davis Cup bestreiten und damit Roger Federer überholen. Einzig Jakob Hlasek weist noch einen Einsatz mehr auf. Mit 24 Siegen im Einzel ist der Waadtländer hinter Federer (40) und Hlasek (34) gleichauf mit Marc Rosset die Schweizer Nummer 3. Sternstunde war natürlich der Finaltriumph 2014 in der Fussballarena von Lille gegen Frankreich, zu dem Wawrinka mit seinem Sieg gegen Jo-Wilfried Tsonga und seinem Einsatz im Doppel an der Seite von Federer entscheidend beitrug.
Inspiration und zusätzliche Motivation
Als Nummer 134 der Weltrangliste ist der Lausanner noch immer der beste Schweizer im Ranking und darf sich zumindest im ersten Einzel am Freitag (ab 20.00 Uhr) realistische Chancen auf den Sieg ausrechnen. Wawrinka trifft erstmals auf den siebzehn Jahre jüngeren und elf Positionen besser klassierten Gustavo Heide.
«Er hat solche Begegnungen schon sehr oft gespielt, und er mag diese Atmosphäre», betont Captain Severin Lüthi. «Ich glaube, das ist auch einer der Gründe, weshalb er hier dabei sein möchte.» Wawrinka kämpfe immer und wolle immer gewinnen. «Für ihn geht es hier sicher nicht darum, einfach Abschied zu nehmen.» Zudem sei er «eine grosse Inspiration und zusätzliche Motivation» für die jüngeren Teamkollegen.