Waldbrände im Süden der Türkei noch nicht unter Kontrolle
Die Brände in den drei türkischen Provinzen Antalya, Adana und Mersin im Süden des Landes sind bisher nicht unter Kontrolle. Die Feuerwehr bekämpft die Brände im Dauereinsatz, die stellenweise bereits seit zwei Tagen lodern.
Die Generaldirektion für Forstwirtschaft erklärte, dass die Waldbrände in Antalya und Mersin an Intensität verloren hätten, während man in Adana ununterbrochen gegen den dort weiterhin wütenden Brand vorgehe, schrieb die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.
Antalya
Die Waldbrände in Antalya, die bereits am Montagabend ausgebrochen waren, lodern in den Bezirken Aksu und Kepez, circa 35 Kilometer nördlich vom Stadtzentrum von Antalya. Ein weiterer Brand im Bezirk Kumluca konnte derweil grösstenteils unter Kontrolle gebracht werden, erklärte die Forstdirektion. Das Feuer breitete sich sowohl im Wald als auch auf landwirtschaftlich genutzten Flächen aus.
Der starke Wind in der Region sorgt dafür, dass sich die Flammen weiter ausbreiten. Bei den Löscharbeiten sind neben drei Flugzeugen und neun Hubschraubern auch 165 Löschfahrzeuge und über 1.000 Einsatzkräfte aktiv. Zur Sicherheit wurden in Antalya mehr als 250 Häuser evakuiert, acht Personen wurden laut Anadolu mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. In den sozialen Medien berichteten Menschen von einem wahrnehmbaren Aschegeruch in der Stadt.
Adana
In Adana sind die Flammen vom Bezirk Kozan, der rund 80 Kilometer nördlich des Stadtzentrums liegt, auf die umliegenden Bezirke Imamoglu und Aladag übergegriffen. Die Löscharbeiten hielten auch hier die Nacht über an. Die Brandursache war laut Anadolu zunächst nicht bekannt. Im gesamten Gebiet Adana sind neben 112 Fahrzeugen und mehr als 470 Einsatzkräften unter anderem auch Drohnen und ein Wasserwerfer im Einsatz. Die Provinzverwaltung hatte mitgeteilt, dass im Stadtteil Enizcakiri vorsorglich 40 Häuser evakuiert worden seien.