Wahl in Sachsen-Anhalt: Hohe Beteiligung
Bei der Parlamentswahl im ostdeutschen Bundesland Sachsen-Anhalt ist das Interesse der Bürger gross. Die Wahlbeteiligung lag bis 12.00 Uhr bei 34,7 Prozent, wie Landeswahlleiterin Christa Dieckmann in der Hauptstadt Magdeburg mitteilte.
Bei der vorangegangenen Wahl des Landtags – des Parlaments des Bundeslandes – im Jahr 2021 hatten bis Mittag 22,4 Prozent der Wählerinnen und Wähler ihre Stimme abgegeben. Knapp 1,7 Millionen Menschen sind wahlberechtigt.
Um 8.00 Uhr hatten in rund 2.130 Wahllokalen die Abstimmungen begonnen. «Im Verlauf des Vormittags war eine reibungslose Abwicklung des Wahlgeschäftes zu verzeichnen», erklärte die Landeswahlleiterin. «Es waren dabei keine unverhältnismässigen Wartezeiten festzustellen.»
AfD in Umfragen deutlich vorn
Die Wahl wird in Deutschland mit grosser Aufmerksamkeit verfolgt. Die rechtspopulistische AfD steht voraussichtlich vor ihrem zweiten Sieg bei einer Landtagswahl – und einem besonders deutlichen. Seit Monaten bekommt sie in den Umfragen Werte um die Marke von 40 Prozent – weit vor der regierenden christdemokratischen CDU.
Eine absolute Mehrheit, mit der sie in Sachsen-Anhalt allein regieren könnte, würde die AfD den Umfragen zufolge aber verfehlen. Ihr Spitzenkandidat, der 35-jährige Ulrich Siegmund, hat verkündet, ohne absolute Mehrheit nicht regieren zu wollen.
Da die übrigen Parteien zudem nicht mit den Rechtspopulisten eine Koalition eingehen wollen, könnte die vor 13 Jahren gegründete AfD trotz eines Wahlsiegs auch ihre erste Beteiligung an der Regierung eines Bundeslandes verpassen – wie schon nach der Wahl 2024 in Thüringen, die sie mit 9,2 Prozentpunkten Abstand vor der CDU gewann.