Viele Tote bei Angriff auf Munitionslager bei Kiew
Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Munitionslager sind westlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens 37 Menschen getötet worden. «Es gibt erhebliche Schäden an der umliegenden Infrastruktur: Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim wurden beschädigt», schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram.
Auch in der Südukraine – im von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebiet Odessa und der von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim – kamen Menschen bei gegenseitigen Angriffen ums Leben.
Über 300 Rettungskräfte im Einsatz
Bei dem Angriff auf das Munitionslager am Freitagabend wurden nach Angaben des Gouverneurs des Gebiets Kiew, Tymur Tkatschenko, auch mehr als 40 Menschen verletzt. Mehr als 300 Rettungskräfte waren demnach im Einsatz. Präsident Selenskyj zufolge wurden fast 400 Menschen in Sicherheit gebracht.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde bei dem Angriff auf das knapp fünf Kilometer von der Stadtgrenze Kiews entfernte Dorf Myla ein Unternehmensgelände getroffen. Selenskyj nannte keine Details, schrieb aber: «Es gibt Vorschriften: Munition darf es nicht neben Häusern und anderen Wohngebäuden geben.» Er verwies auf eingeleitete Strafverfahren.
Hauptstrecke nach Westen komplett gesperrt
Bereits in der Nacht hatte die Staatsanwaltschaft über Ermittlungen wegen «dienstlicher Fahrlässigkeit» und einen russischen Drohnenangriff informiert. Nach russischen Angaben war ein Munitionslager mit Einzelteilen für weitreichende Drohnen das Ziel des Angriffs.