«Viele Reiseveranstalter haben die AGBs angepasst»
Der Bündner Wintertourismus leidet aktuell ziemlich unter den zahlreichen Veranstaltungsabsagen aufgrund der Massnahmen des Bundes und des Kantones gegen das Coronavirus. Doch auch Reisen im Frühling oder Sommer werden momentan zurückhaltender gebucht, wie ein Interview von Radio Südostschweiz mit Oliver Gartmann, Büroleiter von Engel Reisen in Chur, zeigt.
Inwiefern spürt Ihr Reisebüro die Folgen des Coronavirus?
Oliver Gartmann: In den letzten Tagen sind weniger Buchungsanfragen eingetroffen. Ich führe das schon etwas auf das Coronavirus zurück. Das Virus ist auch sonst aktuell Thema Nummer Eins. Stornierungen sind noch nicht viele eingetroffen. Wir haben aber sehr viele Anrufe von Menschen erhalten, die sich erkundigen, was ihre Möglichkeiten gerade auch in Bezug auf Stornierungen sind. Wir sind in aufklärender und beratender Funktion für unsere Kunden da.
Können Reisen aufgrund des Virus und dessen Auswirkungen gratis storniert werden?
Die Veranstalter wollen sich kulant zeigen, um die Menschen zu motivieren, nicht auf Ferien zu verzichten. Konkret haben viele Veranstalter die Regelung getroffen, dass Buchungen, die ab sofort getätigt werden, für einen gewissen Reisezeitraum kostenlos storniert werden können. Dies selbst dann, wenn keine Pandemie ausbricht und es keine Reisewarnung vom Bund gibt. Es soll möglich sein, die Reise zu stornieren, wenn das eigene Wohlbefinden nicht mehr gegeben ist.
Gilt das für alle Reisen?
Wenn es um Badeferien geht, kann man buchen wo auch immer und kann eine Stornierung beantragen. Diese Regelung ist aber begrenzt auf einen Zeitraum.