Verkehrskadetten sollens richten
Der letzte Spengler Cup, der 2019 stattfand, brachte nebst vielen Eishockeyfans auch ein grösseres Verkehrschaos mit sich. Nur wenige Tage nach dem Anlass, am 9. Januar 2020, reichte der damalige Grosse Landrat Jürg Zürcher ein Postulat «betreffend Koordinierte Massnahmen für einen besseren Verkehrsfluss und geordnete Verkehrsführung zu touristischen Spitzenzeiten» ein. Der Vorstoss wurde jedoch bis zum heutigen Tage noch nicht behandelt. So waren auch die Festtage im letzten Jahr von teils langen Blechlawinen geprägt. Zwar fiel der Spengler Cup aus bekannten Gründen aus. Jedoch sorgte die Pandemie dafür, dass vermehrt der private statt der öffentliche Verkehr genutzt wurde. Ob dies heuer anders ist, ist zu bezweifeln.
Verkehrsfluss verbessern
Beim Kleinen Landrat war man aber nicht untätig gewesen. Bereits seit Beginn der Wintersaison wird jeweils am Morgen der Privatverkehr beim Seehofseeli über die Talstrasse umgeleitet, um den Fussgängerverkehr vor der Parsennbahn zu erleichtern und somit auch genügend Warteraum zu garantieren. Diese Massnahme habe sich bewährt, bestätigte Statthalter Stefan Walser im Gespräch mit der DZ. Über die Festtage sollen zudem Verkehrskadetten zum Einsatz kommen. «Diese werden an der Montanakreuzung, am Postplatz und beim Bahnhof Platz im Einsatz stehen», skizzierte Walser den Plan. Doch auch er machte sich keine Illusionen, dass so Staus vermieden werden können: «Mit den Kadetten können wir den Stau nicht vermeiden, aber immerhin den Verkehrsfluss verbessern».
Eine weitere Massnahme bestünde darin, zusätzliche Parkplätze zu schaffen. «In der Stilli – auf der anderen Seite des Flüelabachs – werden wir gebührenpflichtige Parkplätze einrichten. Zudem steht die Driving Ranch beim Golfplatz als Überlauf-Parkplatz zur Verfügung». Von dort – so Walser – könne man bei Bedarf auch einen Shuttlebus-Service organisieren.
RhB-Shuttle (noch) keine Option
Ein während des WEFs geschätztes Angebot sind die RhB-Shuttlezüge zwischen Dorf und Platz mit zusätzlichem Halt in der Herti. Wäre ein solcher Service nicht auch während des Spengler Cups ideal? «So etwas ist so kurzfristig nicht umsetzbar», beteuerte der Statthalter. Er erwähnte in diesem Zusammenhang die Verhandlungen mit den Anwohnenden, die ihre Einwilligung geben müssten. Das Problem: Der Lärm wird während des Spengler Cups sicher nicht weniger sein als am WEF. «Zudem haben diese Shuttlezüge ein Preisschild. Die Gemeinde zahlt daran jeweils 30 000 Franken».