Velowege: Keine zusätzliche Stelle für den Ausbau
Am meisten in die Glarner Velowege investieren wollte Pro Velo Linth. Die Organisation hatte einen Memorialsantrag lanciert, der den Kanton in zehn Jahren rund 18 Millionen Franken für Investitionen kosten würde und 300 000 Franken jährlichen Unterhalt. Für das Geld sollten die Glarner Velowege durchgehend geteert und durchgehend von den Fusswegen getrennt werden. Und sie sollten im Winter immer geräumt werden.
Eine etwas weniger teure Variante brachte die GLP an der Landsgemeinde 2018 ins Spiel, als über den Memorialsantrag abgestimmt wurde. Der Antrag von Pascal Vuichard sollte die «zwei grössten Kostentreiber» des Pro-Velo-Vorschlags eliminieren: Die ganzjährige Räumung der Velowege und die Trennung von den Fussgängerwegen. Damit traf die GLP einen Nerv beim Stimmvolk. Die Vorlage scheiterte nur hauchdünn und nach zweimaligem Ausmehren an der Landsgemeinde.
Noch etwas weniger Geld gibt wegen diesen Entscheiden der Kanton für die Velowege aus. Schon vor der Landsgemeinde hatte er aber versprochen: Den Investitionsbedarf sehe man, und es werde auch mehr Geld in die Velowege fliessen. Aber nicht in grosse Massnahmen, sondern in viele kleine Verbesserungen.
Andere Stellen sind wichtiger
Die GLP hat ebenfalls im letzten Herbst nachgefragt, wie es denn jetzt mit den an der Landsgemeinde versprochenen Massnahmen aussehe. Im gestrigen Bulletin beantwortet der Regierungsrat die Fragen dazu.
Unter anderem wollte die GLP wissen, ob es neben dem zusätzlichen Geld auch eine zusätzliche Stelle brauche, um die Massnahmen für die Velowege umzusetzen. Vor der Landsgemeinde war beim Kanton noch die Rede von einer zusätzlichen Stelle im Departement Bau und Umwelt, die dafür geschaffen werden sollte. Wie der Regierungsrat jetzt schreibt, wird es diese Stelle vorläufig nicht geben. Die Begründung: Beim Budget für das Jahr 2019 habe der Regierungsrat zehn Stellenbegehren und zusätzliche Stellen für die Polizei priorisieren müssen. Man habe sich gegen die Stelle eines Verkehrsingenieurs in der Hauptabteilung Tiefbau entschieden, schreibt der Regierungsrat im gestrigen Bulletin weiter. Die geplanten Verbesserungen hat der Kanton letzten Herbst bekannt gegeben. Er will sich dabei an einen Vorschlag halten, den die Hochschule für Technik Rapperswil im Auftrag des Kantons erstellt hat.