US-Iran-Deal auf der Kippe? Trump verurteilt neue Angriffe
Nach israelischen Angriffen in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut und angedrohten Gegenschlägen des Irans auf Israel hat US-Präsident Donald Trump die Seiten zur Zurückhaltung aufgerufen. Ursprünglich hatte Trump für Sonntag, seinen 80. Geburtstag, die Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zur Beendigung des Iran-Kriegs zwischen den USA und dem Iran in Aussicht gestellt. Nach der neuen Eskalation im Libanon mahnte er auf Truth Social: «Dies könnte der Beginn eines langen und schönen Friedens sein – lasst uns ihn nicht verspielen!»
Den Gegenangriff Israels im Libanon verurteilt Trump in seinem Post. Der Angriff bei Beirut hätte nicht stattfinden dürfen, «insbesondere an einem besonderen Tag, an dem wir einem Friedensabkommen mit dem Iran so nahe sind», schrieb der Republikaner.
Nach Angriffen der libanesischen Hisbollah-Miliz auf den Norden Israels – das israelische Militär sprach von mehreren Sprengstoffdrohnen – hatte die israelische Luftwaffe am Sonntag erneut bei Beirut angegriffen. Es seien «Terrorziele» der Hisbollah in den als Dahija bekannten südlichen Vororten beschossen worden, hiess es in einer gemeinsamen Mitteilung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und des Verteidigungsministers Israel Katz. «Der Angriff erfolgte als Reaktion auf den Beschuss israelischen Territoriums durch die Hisbollah.» Nach libanesischen Angaben wurden mindestens drei Menschen getötet.
US-Präsident will Einstellung der Angriffe
Trump schrieb auf Truth Social weiter, Israel habe das Recht, sich gegen Bedrohungen zu verteidigen, jedoch sei die Attacke, auf die das Land reagiert habe, bedeutungslos gewesen – niemand sei getötet oder verletzt worden.
Trump rief zugleich alle Seiten auf, sich zurückzuhalten. Man stehe kurz davor, ein Abkommen mit dem Iran zu schliessen, das Frieden für die Region – den Libanon eingeschlossen – bringen würde. Es solle keine Angriffe Israels mehr irgendwo im Libanon geben, schrieb der US-Präsident weiter. Und es solle auch keine Angriffe anderer Parteien, einschliesslich der Hisbollah, gegen Israel mehr geben.