US-Gericht stoppt vorerst Visa-Regeln für Studenten und Journalisten
Die US-Regierung darf ihre Pläne zur Einschränkung der Aufenthaltsdauer von ausländischen Studierenden und Medienvertretern im Land bis auf weiteres nicht in die Tat umsetzen.
Ein US-Gericht gab einem Antrag der Klägerseite gegen das Heimatschutzministerium statt und erliess eine einstweilige Verfügung. Dadurch dürfen die neuen Visa-Regeln nicht wie geplant an diesem Dienstag in Kraft treten und das Vorhaben der Trump-Regierung liegt zunächst auf Eis. Das Hauptverfahren in der Sache läuft aber weiter, eine abschliessende Entscheidung steht also noch aus.
Geklagt hatte ein Zusammenschluss von Hochschulpräsidenten, Bildungsorganisationen und Gewerkschaften, der sich für die Rechte und die Unterstützung von ausländischen Studierenden einsetzt. Die Pläne sehen vor, dass für Studierende und Austauschstudenten ein Aufenthaltszeitraum von maximal vier Jahren festgesetzt wird. Journalisten sollen höchstens 240 Tage am Stück in den USA bleiben dürfen. In beiden Fällen sollen Verlängerungen beantragt werden können, ohne das Land verlassen zu müssen.
Die drei Visa-Kategorien für Studierende (F-Visum), Austauschstudenten (J) und Journalisten (I) genossen seit Jahren einen Ausnahmestatus. Ihre Inhaber durften die USA nicht für einen festen Zeitraum betreten, sondern für «Duration of Status» – die Dauer ihres jeweiligen Status. Für Journalisten bedeutete das gemäss der Regel etwa, dass sich für sie nichts änderte, solange sie im selben Job für denselben Arbeitgeber aktiv waren. Studierende durften sich offiziell für die Dauer ihrer Ausbildung im Land aufhalten.
Richter kritisiert Vorgehen des Heimatschutzministeriums