Unwetterschäden kosten mindestens dreistelligen Millionen-Betrag
Die Schäden des Unwetters vom vergangenen Freitag sind sehr teuer. Sie kosten laut ersten Einschätzungen von Versicherern mindestens einen dreistelligen Millionenbetrag, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur AWP ergab.
Das Unwetter vom letzten Freitag sei das mit Abstand schwerste Hagelereignis dieses Jahres gewesen, sagten die Sprecher von mehreren Schadensversicherern unisono. «Bis heute haben wir schweizweit rund 18'000 Schadenmeldungen erhalten», sagte ein Mobiliar-Sprecher am Mittwoch. Die Mehrheit betreffe beschädigte Fahrzeuge (14'300 Fälle). Dazu kämen aber auch Schäden wie beispielsweise in Kellern oder im Garten.
Diese Zahlen dürften noch steigen. Eine Hochrechnung werde wohl frühestens Ende Woche möglich sein, erklärte der Sprecher. «Die Mobiliar rechnet mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag.»
Die Allianz Suisse verzeichne mittlerweile über 11'000 Schadenfälle an Fahrzeugen. «Die Zahl steigt weiterhin an, sagte ein Sprecher: "Nach ersten Indikationen gehen wir aktuell von einem mindestens hohen zweistelligen Millionenbetrag der Schadensumme aus.» Für eine abschliessende Bewertung des Ereignisses sei es noch zu früh.Ins selbe Horn stiessen auch andere Versicherer wie Helvetia, Axa und Generali Schweiz.
Rund 90 Prozent der Schadenmeldungen bei der Helvetia stammten von Motorfahrzeugbesitzern, sagte ein Sprecher. Stand Mittwochmorgen lagen bei der Helvetia rund 11'500 Meldungen vor. «Aufgrund der Erfahrungen gehen wir davon aus, dass in den nächsten Tagen und Wochen noch zahlreiche weitere Schadenmeldungen bei uns eintreffen werden», sagte der Sprecher.
Die Generali Schweiz erklärte: «Wie auch andere Versicherer verzeichnen wir derzeit ein erhöhtes Schadenaufkommen. Zum jetzigen Zeitpunkt lassen sich weder die Anzahl der Schadenmeldungen noch die finanziellen Auswirkungen abschliessend beurteilen.»