Umweg soll nächster Karriereschub werden
Es ist nicht der Wechsel ins Ausland, von dem Dominik Schwizer geträumt hat. Und fussballerisch zählt das Fürstentum Liechtenstein ja ohnehin zur Schweiz. Die Hauptstadt des «Ländles» ist die neue sportliche Heimat des 23-Jährigen. Seit Anfang Juli steht er im Kader des FC Vaduz. Geplant war dies zwar nicht, es ist aber kein Grund zum Hadern. Im Gegenteil: «Das ist eine super Lösung für mich und der richtige Weg», sagt Schwizer.
Er hat sich mit der neuen Situation schnell angefreundet. Der erste Moment war trotzdem hart, jener Moment vor eineinhalb Monaten: Am Tag vor dem letzten Spiel der zurückliegenden Saison hatten Marc Schneider, Trainer des FC Thun, und Sportchef Andreas Gerber den Schmerkner zum Gespräch gebeten. «Sie teilten mir mit, dass ich in der neuen Saison wohl nicht wesentlich mehr Einsatzzeit bekommen würde und eine Ausleihe deshalb das Beste wäre», erzählt Schwizer. Er sah dies ein und stimmte zu.
Verlobung in den Ferien
Der FC Thun und Schwizers Berater schauten sich nach dem Saisonende nach der besten Möglichkeit für den Offensivspieler um. Schwizer selbst genoss währendessen auf Santorin und dann noch eine Woche in Italien die Zeit mit seiner Freundin. Mehr noch: Während der Ferien verlobten sich die beiden. Es verwundert deshalb nicht, wenn der Fussballprofi sagt: «Es fiel mir nicht schwer, in den Ferien vom Fussball abzuschalten.»
Wieder zurück, zeichnete sich bald einmal das Arrangement mit dem FC Vaduz ab. Für die kommende Saison ist Schwizer nun an die Liechtensteiner ausgeliehen. Sein bis im Sommer 2021 laufender Vertrag mit dem FC Thun behält aber seine Gültigkeit. Schwizer ist Trainer Schneider und Sportchef Gerber dankbar dafür, dass sie so offen und ehrlich zu ihm waren. «Ich hätte bleiben können, aber so ist es im Moment besser», sagt er. «Von der Liga her ist es ein Schritt zurück. Es können aber auch zwei Schritte nach vorne werden.»
Vaduz hat nun einen Flügelspieler in seinen Reihen, der in der vergangenen Saison in 16 Super-League-Partien zum Einsatz kam. «Ich hätte frecher sein können, wenn ich auf dem Platz stand», sagt Schwizer rückblickend. In den Reihen der Vaduzer will er dies wieder sein – und mit seiner Technik und seiner Schnelligkeit für offensiven Schwung sorgen.