Trumps WEF-Besuch kostet den Kanton St. Gallen über 470'000 Franken
Der Besuch hochrangiger ausländischer Politikerinnen und Politiker beschert der Schweiz nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Ausgaben für deren Schutz. Ein Beispiel aus dem Kanton St. Gallen zeigt, wie hoch die Rechnung dafür ausfallen kann: Der Besuch des US-Präsidenten am World Economic Forum kostete über 470'000 Franken.
An hochrangigen internationalen Gästen mangelt es der Schweiz nicht. Am Montag landete die Air Force One mit US-Präsident Donald Trump an Bord am Genfer Flughafen, der kurz danach an den G7-Gipfel in Evian (F) weiterreiste.
Im Juni nahm ein Sohn des US-Präsidenten an einem privaten Wirtschaftstreffen in der Stadt Zürich teil. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Die Sicherheitskosten übernahm der Bund. Und auch rund um den Bürgenstock bei Stans (NW), wo die USA und der Iran am Freitag eine Absichtserklärung unterzeichnen wollen, wird das Sicherheitsdispositiv für die hochrangigen Gäste wohl enorm sein.
Zu den Kosten, die beim Schutz von VIPs entstehen, entfachen sich häufig Diskussionen. Immer wieder stellen die Bevölkerung sowie Politikerinnen und Politiker Fragen dazu, wer in welchem Ausmass dafür aufkommt. Wie die SRF-Tagesschau kürzlich berichtete, könnten Genf und die Schweiz auf rund 20 Millionen Franken sitzenbleiben, die auf Schweizer Seite für Sicherheitseinsätze rund um das G7-Treffen in Evian entstehen. Dies, weil sich Frankreich womöglich nicht an den Kosten beteiligt.
Auch der Kanton St. Gallen kennt die entsprechenden Diskussionen und Fragen. Im Januar reiste Donald Trump mit dem Helikopter von Zürich nach Davos und mit einem Autokonvoi via Ostschweizer Strassen wieder zurück. Der Besuch des US-Präsidenten am World Economic Forum (WEF) im Januar respektive das Sicherheitsdispositiv rundherum führten auch bei der Kantonspolizei St. Gallen zu erheblichen Kosten und zu Fragen aus dem Kantonsparlament.
326 Polizistinnen und Polizisten schützen Trump
Ganz genau sind es Ausgaben von 475'318 Franken, die auf die Anwesenheit des US-Präsidenten zurückzuführen sind. Dies geht aus einer Antwort der St. Galler Regierung auf einen Vorstoss der beiden SP-Kantonsparlamentarier Florian Kobler und Kathrin Schulthess hervor.