Trumps Gesandte in Moskau und Kiew – kein erkennbarer Erfolg
Im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs haben sich nach Gesprächen der US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau und Kiew keine unmittelbaren Fortschritte gezeigt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach zwar von «äusserst inhaltsvollen» Gesprächen, machte aber deutlich, dass unter dem Strich wenig stand. Nach Abschluss der Unterredungen zeigte er sich wenig optimistisch: «Sollte sich der Krieg bis zum Winter ziehen, und danach sieht es aktuell aus, brauchen wir ein ‹Winterpaket›», wurde er von den ukrainischen Medien zitiert.
Trumps Gesandte Witkoff und Kushner haben seit 2025 mehrmals Moskau besucht, waren für ihre Vermittlungsbemühungen aber noch nie zuvor in Kiew – für die Ukraine ein Beweis mehr für den drastischen Kurswechsel der USA unter Trump im Umgang mit dem russischen Angriffskrieg, der seit mehr als viereinhalb Jahren andauert. Bevor Witkoff und Kushner am Sonntag dann erstmals in der ukrainischen Hauptstadt eintrafen, sassen sie am Samstagabend fast drei Stunden mit Kremlchef Wladimir Putin zusammen.
Trumps Schwiegersohn Kushner sprach sich für die Wiederaufnahme trilateraler Gespräche der Ukraine und Russlands unter US-Vermittlung aus. «Hoffentlich sehen wir da sehr bald Fortschritte», wurde er von CNN mit Blick auf die jüngsten Gespräche in Kiew und Moskau zitiert.
«Besser als Flugabwehrsysteme»
Im Scherz meinte Selenskyj, die Anwesenheit Witkoffs und Kushners habe «besser funktioniert als die Patriot-Flugabwehrsysteme». Die beiden Emissäre von US-Präsident Donald Trump sollten öfter nach Kiew kommen, um den Bewohnern eine Chance zu geben, ohne die ständigen russischen Angriffe ein wenig Luft zu holen.