Trump: Moskau und Kiew wollen Angriffe auf Energie stoppen
Russland und die Ukraine wollen nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump auf Angriffe auf gegnerische Energieanlagen verzichten. Das teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit, ohne weitere Details zu nennen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb auf X, dass ein deeskalierender Schritt mit Blick auf kritische Infrastruktur «ein erster Schritt in Richtung Frieden» sein könnte. «Der Krieg muss beendet werden.» Aus Moskau gab es zunächst keine Reaktion.
Die Ukraine flog in den vergangenen Monaten schwere Angriffe gegen die russische Erdöl-Industrie und sorgte damit zeitweise für Engpässe auf dem Treibstoffmarkt in Russland. Moskau antwortete mit gezielten Angriffen auf Anlagen in der Ukraine und nahm auch einzelne Tankstellen ins Visier. Auf dem Schwarzen Meer haben die Kriegsgegner jeweils Ziele der anderen Seite angegriffen.
Trump hatte den ukrainischen Präsidenten Selenskyj erst am Vortag aufgerufen, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen und ihn für eine weltweite Dieselknappheit verantwortlich gemacht. «Er muss aufhören, die Dieselversorgung in Russland lahmzulegen», sagte Trump in Doonbeg an der irischen Westküste vor Journalisten. Trump liess dabei aussen vor, dass die jüngste Energiekrise erst durch den US-Krieg gegen den Iran und die Situation in der Strasse von Hormus ausgelöst wurde.
Selenskyj will mit Trump sprechen
Trump hatte auch mitgeteilt, die USA hätten mit Selenskyj bereits über Angriffe auf den Energiesektor gesprochen. «Es gibt jede Menge andere Ziele. Er darf keine Dieselanlagen angreifen, denn das schadet der ganzen Welt.» Seit Sonntag gab es keine Berichte über neue Angriffe auf Energieanlagen der Kriegsparteien.