Trump attackiert Demokraten – und winkt mit Wahlbelohnung
Donald Trump als Heilsbringer, die Demokraten als radikale linke Bedrohung: Die Republikaner haben den US-Präsidenten auf ihrem Parteitag ins Zentrum ihres Wahlkampfs gerückt und eindringlich vor möglichen Erfolgen der Demokraten bei den Zwischenwahlen in knapp zwei Monaten gewarnt. Auch Trump lobte als Hauptakt der Veranstaltung in Dallas im US-Bundesstaat Texas seine eigene Politik – inklusive seines in den USA unpopulären Iran-Kriegs.
Mit dem zweitägigen, vor Midterms ungewöhnlichen Parteitag versuchen die Republikaner, den Fokus auf ihre Erfolge zu lenken. Zudem wollen sie innenpolitische Akzente setzen, während der Zollstreit mit Kanada und der Krieg im Iran vielen US-Amerikanern sauer aufstösst.
Im Zollstreit mit Kanada haben die USA Einfuhrverbote für bestimmte Produkte aus dem Nachbarland angekündigt. Gegen den Iran hatten die USA und Israel Ende Februar einen Krieg eröffnet.
Die dutzenden Rednerinnen und Redner am ersten Tag des Events hielten sich an einen engen thematischen Zuschnitt: Kampf gegen Betrug, Migration, steigende Preise. Einzig Trump sprach in seiner fast zweistündigen Rede auch länglich über den Krieg im Iran, den er verteidigte.
«Gibt es hier irgendjemanden, der der Meinung ist, der Iran sollte über Atomwaffen verfügen?», fragte er in die Menge. Die vielfach in rot-weiss-blau gekleideten Zuschauerinnen und Zuschauer erwiderten mit einem dröhnenden «Nein». Trump erneuerte zudem seine Provokation, die Strasse von Hormus in Trump-Strasse umzubenennen. «Ich bin mir sicher, die iranische Führung wird begeistert sein.»
Wahlsieg der Demokraten? Republikaner zeichnen düsteres Bild