Trotz schlechtem Wetter: Um die Bündner Weinernte steht es gut
Das Regenwetter der vergangenen Tage hat so einige Folgen mit sich gebracht. Unter anderem wurde auch die Weinernte von dem nassen Wetter beeinflusst. In vielen Schweizer Weinreben verbreitete sich in den letzten Tagen nämlich die epidemische Pilzkrankheit «Flascher Mehltau». Eine Krankheit, die sich bei kühlem und nassem Wetter sehr wohlfühlt, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA schreibt.
Besonders schlimm steht es aktuell unter anderem um die Weinreben in den Kantonen Waadt, Wallis und Tessin. Dort habe sich der falsche Mehlwurm explosionsartig ausgebreitet und es werde mit Ernteausfällen gerechnet, heisst es weiter.
Falscher Mehltau bedroht Weinernte – Graubünden kommt glimpflich davon
Graubünden bisher verschont
In Graubünden sieht die Situation glücklicherweise anders aus. Wie Walter Fromm, Leiter der Fachstelle Obst- und Weinbau am Plantahof, im Interview mit Radio Südostschweiz erklärt, rechnen die Bündner Weinbäuerinnen und Winzer aktuell nicht mit einem Ernteausfall. Der falsche Mehltau und sein Gegenspieler der echte Mehltau gehörten zwar zu den Hauptkrankheiten, die man in den Bündner Weinreben kenne, bisher führten sie aber zu keinen Verlusten. «Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir wirklich verschont geblieben» betont Fromm und fügt an: «Wir gehen von einem Vollertrag in diesem Jahr aus, richtig abschätzen können wir es aber erst vor der Ernte.»
Bis die Trauben im Herbst geerntet werden, hofft Fromm auf gutes Wetter. Besonders die beiden Monate August und September seien entscheidend und müssten viel Sonne bringen. «Dann kann es später im Weinkeller richtig losgehen», so der Experte.