Trinkpausen und Rot für Hand vor Mund: Die neuen WM-Regeln
Die FIFA führt an der WM feste Pausen zum Trinken ein. Neue Regeln betreffen zudem Platzverweise und den Videobeweis. Was sich im Detail alles ändert und warum die Trinkpausen auch für Kritik sorgen.
Rote Karte für Hand vor dem Mund
Spieler, die in einer Konfrontation mit dem Gegner ihre Hand vor den Mund halten, können an der WM mit der Roten Karte bestraft werden. Damit soll diskriminierendes Verhalten verhindert werden. Indem sie den Mund verdecken, wollen Spieler häufig verschleiern, dass erkannt werden kann, was sie sagen.
Die Debatte war nach einem Vorfall in der Champions League entbrannt. Benfica Lissabons Gianluca Prestianni hatte sich in einer Auseinandersetzung mit Real-Star Vinicius Junior das Trikot vor den Mund gezogen. Prestianni stand im Verdacht, sich rassistisch geäussert zu haben. Er wurde wegen einer homophoben Äusserung gesperrt. FIFA-Präsident Gianni Infantino setzte sich öffentlich für die neue Regel ein.
Platzverweis fürs Verlassen des Platzes
Spieler, die den Platz aus Protest gegen einen Schiedsrichter-Entscheid verlassen, können die Rote Karte sehen. Dies gilt auch für Offizielle, die Spieler auffordern, dies zu tun. Wenn ein Team so einen Spielabbruch verursacht, wird die Partie grundsätzlich für den Gegner gewertet. Hintergrund dieser Verschärfung ist, dass das Team des Senegal sich im Final des Afrika-Cups gegen Marokko aus Protest in die Katakomben zurückgezogen hatte.
Streichen von Gelben Karten
Durch die Ausweitung des Teilnehmerfelds von 32 auf 48 Teams wird auch eine weitere K.o.-Runde mit 32 Mannschaften dazukommen. Dadurch hätte sich auch die Chance erhöht, nach der zweiten Gelben Karte zu fehlen. Die FIFA entschärfte deshalb die bisherige Regel: Die Verwarnungen werden nicht nur wie bislang üblich nach den Viertelfinals, sondern erstmals bereits nach den drei Gruppenspielen gestrichen.