«Die Aufweitung im Kundertriet entspricht der Haltung von Hans Konrad Escher»
In den «Glarner Nachrichten» sowie auf seiner Website kritisiert René Brandenberger seit Wochen die vom Linthwerk geplante Aufweitung im Kundertriet unterhalb Mollis. Der selbsternannte Präsident der von ihm gegründeten Linth-Escher-Stiftung hat zudem Unterschriften gesammelt mit dem Ziel, dass die Stimmberechtigten von Glarus Nord das Projekt an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung stoppen sollen.
Schon im Jahr 2005 hat Brandenberger im Namen Hans Konrad Eschers von der Linth gegen die Aufweitung im Kundertriet opponiert. Dies mit der Begründung, man dürfe das Erbe von Escher nicht antasten und müsse das von ihm im Jahr 1823 beendete Kanalsystem für immer bewahren.
Wir, die Unterzeichnenden dieser Stellungnahme, sind alle direkte Nachkommen im sechsten und siebten Glied von Hans Konrad Escher von der Linth. Als Nachfahren ist es uns ein Bedürfnis, den Sachverhalt zum Erbe Eschers in der Öffentlichkeit richtigzustellen.
«Manche Lücke beseitigen»
Die Instruktion unseres Vorfahren an die zukünftige Linth-Wasserbau-Polizei-Kommission, kurz vor der Vollendung seiner Linthkorrektion verfasst, spricht klare Worte. So hat er gefordert, dass die Verantwortlichen auch in späteren Jahren «manche Lücke beseitigen werden, die sich beym jetzigen noch beschränktern Zustande der Wissenschaft in die Lintharbeiten eingeschlichen haben dürften». Dass unser Vorfahr technische Neuerungen gerne verwendete, zeigen auch die Sprengungen am Felsriegel bei Ziegelbrücke. Er griff bereits 1809 das damals neuste Sprengverfahren auf und entwickelte da-raus eine Technik für Unterwassersprengungen.