Tonnenweise Solidarität
«So toll», sei die Hilfsbereitschaft der Bündner Bevölkerung, erklärte Maria Wolf-Beskorovayniy am Mittwoch. Seit sie vergangene Woche gemeinsam mit Gleichgesinnten ein Hilfswerk aus dem Boden gestampft hat, reisst der Strom der Spenden nicht mehr ab. Nachdem schon in den ersten Tagen der Aktion vier Tonnen Hilfsgüter hatten gesammelt werden können, transportierte am Mittwoch ein weiterer Lastwagen 25 Paletten nach Bern. Weitere Transporte werden in den kommenden Tagen folgen.
Dabei erhält der Verein jetzt Unterstützung von der Bündner Sektion des Nutzfahrzeugverbands Astag. Diese wird unter ihren Mitgliedern Transportunternehmen suchen, welche Fahrten nach Bern übernehmen können, wie Präsident Roland Jäggi am Mittwoch auf Anfrage erklärte. «In einer solchen Situation helfen wir selbstverständlich gerne unbürokratisch und unkompliziert mit.» Wenn das Bündner Transportgewerbe zur Linderung der Not beitragen könne, werde es das tun.
Neue Sammelstellen
Inzwischen hat der zunächst lose Zusammenschluss von Helferinnen und Helfern der Ukrainehilfe einen Verein gegründet; Wolf-Beskorovayniy ist Präsidentin. Eine Kontonummer für Geldspenden wird in den kommenden Tagen auf der Internetseite ukrainehilfe-gr.ch veröffentlicht. Inzwischen sind zu den ursprünglich vier Sammelstellen im Kanton weitere dazugekommen: in Scuol, Thusis, Ilanz, Grüsch und Fideris.
Kleider habe der Verein inzwischen ausreichend gesammelt, sagte Vorstandsmitglied Retus Sgier. Nach wie vor gefragt seien aber Unterwäsche und Socken. Auch alle anderen Artikel, welche im Internet aufgelistet seien, würden weiterhin dringend benötigt. «Auch nicht verderbliche Esswaren sind natürlich jederzeit willkommen.» Und medizinisches Material sei sogar «extrem gesucht».