Theater Chur kämpft mit finanziellen Engpässen
Das Theater Chur läuft gemäss den Verantwortlichen finanziell auf dem Zahnfleisch. Sie führen dies auf den Betriebsbeitrag der Stadt Chur zurück, der sich seit 2009 nicht verändert hat. Im November muss die Churer Bevölkerung nun über eine Erhöhung dieses Beitrags entscheiden.
Wird diese Erhöhung abgelehnt, drohe ein Leistungsabbau. Das machten Johannes Flury, Präsident des Stiftungsrats und Maike Lex, Direktorin des Theaters Chur, am Montag anlässlich einer Medienorientierung klar. Konkret müssten Gastspiele, regionale Koproduktionen und das Programm für Schulen reduziert werden.
Bei der kommunalen Abstimmung am 29. November geht es um eine Erhöhung des heutigen Beitrags der Stadt Chur von 860'000 Franken auf 1,16 Millionen Franken. Das Churer Parlament hat im Juni mit 17 gegen 2 Stimmen bei zwei Enthaltungen einer Erhöhung zugestimmt.
Flury erklärte vor den Medien, wofür dieses Geld eingesetzt würde. So würden 55'000 Franken alleine die Teuerung ausgleichen, die sich inzwischen angestaut hat. «Mit gut 200'000 Franken würden wir die teilweise bereits anfallenden zusätzlichen Personalaufwände decken und zusätzliche Stellenprozente in der Technik schaffen.»
Krankheitsausfälle führen zu schwierigen Situationen
Theaterdirektorin Lex erklärte, weshalb dies aus ihrer Sicht notwendig ist: «Stellen Sie sich eine Wochenendvorstellung vor: volles Haus, Gespräche vorher, nachher, am nächsten Morgen bereits der Aufbau für die nächste Produktion. All das leisten aktuell dieselben wenigen Personen, mit Ausnahme des Sommers, wo wir vier Wochen Betriebspause haben, praktisch Woche für Woche, die Wochenenden eingeschlossen.»