SVP ist Wahlsiegerin in Graubünden
Die SVP ist erstmals seit 18 Jahren wieder ein Teil der Regierung des Kantons Graubünden. Bei den Parlamentswahlen gewinnt die Partei zudem zehn Sitze hinzu.
Valérie Favre Accola (SVP) ist die neue Vertreterin in der kantonalen Exekutive. Die amtierende Standespräsidentin und Vize-Gemeindepräsidentin von Davos GR erzielte das fünftbeste Ergebnis.
Es zeichnete sich früh ab, dass es für die 53-Jährige reichen dürfte. Am Ende betrug der Vorsprung auf die Sechstplatzierte, Nora Saratz Cazin (GLP), rund 7200 Stimmen.
Ohne Wahlchance blieb Aita Zanetti (Mitte). Sie erreichte knapp hinter Saratz Cazin Platz Sieben. Die Mitte büsst somit einen Sitz in der fünfköpfigen Regierung ein, die SVP kehrt nach 18 Jahren in die Regierung zurück.
SVP erhält Stimme in der Regierung
Favre Accola erklärte gegenüber Keystone-SDA: «Als mir das Endergebnis gezeigt wurde, konnte ich das noch nicht so richtig einordnen. Aber es ist eine grosse Freude, dass die SVP nach 18 Jahren den Sprung zurück in die Regierung geschafft hat.» Das Ergebnis habe sie so nicht erwartet. Sie könne nun die 31 Prozent der Wählerinnen und Wähler, die bisher keine Stimme in der Regierung hatten, vertreten.
Die SVP sass letztmals 2008 im Regierungsrat. Sie hatte ihre Sitze nach der Abspaltung der damaligen Bündner SVP zur neu gegründeten BDP eingebüsst und trotz mehrmaligen Versuchen nie mehr zurückgewonnen.
Zanetti zeigte sich enttäuscht über die verpasste Wahl: «Alles andere wäre nicht ehrlich.» Sie sehe sich nicht als Opfer davon, dass die Bündner Bevölkerung keine Mitte-Mehrheit mehr in der Exekutive wollte. «Es wäre falsch gewesen, nicht anzutreten.» Als Bäuerin, Nicht-Akademikerin und Südbündnerin hätte sie gerne ihren Beitrag in der Exekutive geleistet.
Bisherige belegen die ersten Plätze
Die vier bisherigen Regierungsmitglieder – Martin Bühler (FDP), Marcus Caduff, Carmelia Maissen (Mitte) und Peter Peyer (SP) wurden ohne grössere Probleme wiedergewählt.