Sturzflut im Himalaya: Grosse Betroffenheit bei Schweizer Diaspora
Bei der nepalesischen und der tibetischen Gemeinschaft in der Schweiz hat die Sturzflut im Himalaya eine grosse Betroffenheit hinterlassen, wie Vertreter der Gemeinschaften am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagten.
Die Bilder der verheerenden Sturzflut hinterliessen wenig Hoffnung, erzählte Markus Ruckstuhl, Präsident der Schweizerisch-Nepalesischen Gesellschaft (SNS) im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Entlang des Flusses Bhotekoshi hatte am Mittwoch eine gewaltige Welle aus Schlamm- und Gesteinsmassen eine Schneise der Verwüstung geschlagen. Die Flut riss Brücken mit sich, beschädigte Staudämme und liess Häuser in Sekundenschnelle im Schlamm versinken, wie dramatische Videoaufnahmen zeigten.
Warten auf ein Lebenszeichen
Auch über die Vereinsgrenze hinaus sei die Betroffenheit in der Gemeinschaft gross. Die nepalesische Gemeinschaft in der Schweiz sei klein und gut vernetzt. «Die Leute kennen sich», sagte Ruckstuhl am Freitag. Dieses Beziehungsnetz funktioniere gut, so seine Auffassung. «Man schaut aufeinander» – auch in schwierigen Zeiten.
Ruckstuhl selbst kennt ungefähr fünf Personen, die in der Schweiz leben und entweder direkt oder indirekt von der Flutkatastrophe betroffen seien. «Wir wissen von Leuten, die aus der Region kommen», sagte der Vorstandsvorsitzende – «Leute, die Familienangehörige, Freunde, ihr Zuhause verloren haben oder noch auf ein Lebenszeichen warten».
Die Nothilfe in Nepal scheine sehr zügig und professionell angelaufen zu sein, so Ruckstuhls Wahrnehmung. Die SNS will in den kommenden Tagen zu Spenden aufrufen.