Stadtrat von Uster entzieht Caviezel vorübergehend das Dossier
Der Stadtrat von Uster reagiert auf die Polizei-Affäre: Er hat Stadträtin Beatrice Caviezel (GLP) vorübergehend die politische Verantwortung für das Geschäftsfeld Sicherheit entzogen. Gleichzeitig lässt er die Angelegenheit extern untersuchen.
Dieser Schritt erfolge in Übereinstimmung mit Caviezel, teilte der Stadtrat von Uster am Mittwoch mit. Sie biete Hand für eine «klare Trennung zwischen der laufenden Aufarbeitung und der politischen Führung des unmittelbar betroffenen Geschäftsfeldes».
Der Stadtrat überträgt die politische Verantwortung für das Geschäftsfeld Sicherheit per sofort und voraussichtlich bis Ende Jahr an Stadträtin Petra Bättig (FDP), wie er weiter schreibt.
Die Zuständigkeit für die anderen beiden Geschäftsfelder der Abteilung Sicherheit, also das Geschäftsfeld Publikumsdienste und das Geschäftsfeld Recht und Vollstreckung, bliebe in der Verantwortung von Beatrice Caviezel, heisst es weiter.
Ex-Kapo-Kommandanten mandatiert
Als weiteren Schritt, um die Ereignisse umfassend aufzuarbeiten, sollen die Finanzen, Prozesse und Regeln vertieft untersucht werden. Dies schlug der Ende Juli gebildete Ausschuss aus Stadtpräsidentin Barbara Thalmann (SP), Finanzvorstand Daniel Frei (GLP) und Bauvorstand Richard Sägesser (FDP) vor. Der Stadtrat als Gesamtgremium folgte diesem Vorschlag und erteilte der Firma BDO, eine Wirtschaftsprüfungs-, Treuhand- und Beratungsgesellschaft, den Auftrag.
Gleichzeitig mandatiert der Stadtrat Bruno Keller, den ehemaligen Kommandanten der Kantonspolizei Zürich. Keller soll in Uster insbesondere die Betriebskultur im Geschäftsfeld Sicherheit untersuchen und dem Stadtrat Vorschläge vorlegen, schreibt dieser.