Stadtpolizei Zürich setzt in einem Jahr elfmal Gummischrot ein
Die Stadtpolizei Zürich hat seit dem 1. September 2025 elfmal Gummischrot eingesetzt. Besonders häufig kam es zu Einsätzen bei Aktionen mutmasslich linksextremer Kreise. Über Verletzte ist der Stadtpolizei nichts bekannt.
Gleich an drei Tagen rund um den 1. Mai 2026 setzte die Stadtpolizei Gummischrot ein. Dabei ging es um unbewilligte Nachdemonstrationen, wie die Stadt Zürich am Dienstag mitteilte. Insgesamt 49 sogenannte Gummischrot-Pakete verschossen die Polizisten dabei. 35 Geschosse befinden sich in einem solchen Paket.
Besonders intensiv waren auch die Tage vom 12. bis 14. September 2025. Linksextreme Kreise versuchten damals, den Platzspitz und dann an zwei Abenden das Kasernenareal zu besetzen. Die Stadtpolizei verhinderte dies und verschoss dabei insgesamt 88 Gummischrot-Pakete, also über 3000 Geschosse.
Illegale Partys und Fussballfans
2025 kam es auch zu zwei kleineren Einsätzen bei der Gegendemonstration zum «Marsch fürs Läbe» und einem Streit im Kreis 4, bei dem eine Stichwaffe eingesetzt wurde.
In diesem Jahr war die Polizei neben dem 1. Mai an der Anti-Trump-Demo am 19. Januar, der Demonstration zum internationalen Frauentag am 7. März und an zwei illegalen nächtlichen Partys in Wipkingen und auf dem Kasernenareal mit Gummischrot im Einsatz. Nur einmal nutzte sie Gummigeschosse gegen Fussballfans, am 25. Januar, als der FC Zürich gegen Basel spielte.
Am meisten Gummischrot kam dabei bei der Auflösung der Party auf dem Kasernenareal zum Einsatz, mit 26 Paketen. In den jeweiligen Medienmitteilungen zu den Einätzen spricht die Polizei davon, dass sie auf Flaschenwürfe, Feuerwerkbeschuss oder ähnliches reagierte.