Stadt Zürich will Ordnung in E-Trotti-Wildwuchs bringen
Das Stadtzürcher Parlament hat am Mittwoch die von der Stadt geplanten Massnahmen gegen das Chaos mit den E-Scootern begrüsst. Zwei weitere Vorstösse zum Thema überwies der Gemeinderat dem Stadtrat zur Prüfung.
Obwohl bereits GPS-Sperrzonen existieren, bleiben falsch parkierte E-Trottis das grösste Ärgernis der Bevölkerung, wie die Stadt Zürich in ihrem Bericht zum Vorstoss der SP und GLP schrieb. Diese forderten ein Massnahmenpaket, um das Problem anzupacken.
Ein solches hat der Stadtrat dem Gemeinderat vorgelegt. Er plant schärfere Regeln: So sollen Flottengrössen und die Anzahl der Anbieter über Bewilligungen begrenzt werden. Zudem wird für die Innenstadt und für Bahnhöfe ein hybrides System mit festen, sichtbaren Stationen geprüft.
Ziel sei es, den Wildwuchs zu stoppen und den Fussverkehr sowie Menschen mit Behinderungen besser zu schützen, sagte Stadträtin Karin Rykart (Grüne) am Mittwoch. Die Mikromobilität solle Teil der städtischen Mobilität bleiben. Allerdings müsse jeder Nutzer sich an die Regeln halten.
Weniger Fahrzeuge, bessere Kontrolle
Der Gemeinderat begrüsste das Massnahmenpaket der Stadt. Der Stadtrat gehe in die richtige Richtung, hiess es aus den verschiedenen Fraktionen. Weniger Anbieter und weniger Fahrzeuge würden auch eine bessere Kontrolle bedeuten, hiess es seitens der SP und der Grünen. Auch die Mitte erachtete eine Begrenzung der Fahrzeugzahl als sinnvoll.
Als «zu wenig konsequent» bezeichnete die GLP die Massnahmen. Das Kernproblem sei die Abstellproblematik, die mit einer kleineren Fahrzeugflotte oder weniger Anbietern nicht gelöst werde.