Stadt Zürich sieht Erfolge beim Konsumraum für Auswärtige
Seit knapp einem Jahr gibt es in Zürich einen Konsumraum für auswärtige Drogenabhängige. Die Stadt zieht eine positive Bilanz, bemängelt aber weiterhin fehlende Angebote ausserhalb der Stadt, an die Betroffene weitervermittelt werden können. Damit ist sie nicht alleine.
Am 1. Oktober 2025 eröffnete die Stadt Zürich wegen des zunehmenden Drogenkonsums im öffentlichen Raum, insbesondere von Crack, einen neuen Konsumraum. In der Nähe des Einkaufszentrums Sihlcity entstand ein provisorisches Angebot für Drogenabhängige aus anderen Gemeinden, der sogenannte «Raum für Konsum und Triage». Damit reagierte die Stadt auch auf die Tatsache, dass ein Teil der Konsumierenden von ausserhalb Zürichs kommt.
Positive Entwicklung
Die Entwicklung in den ersten elf Monaten bezeichnet die Stadt auf Anfrage von Keystone-SDA als positiv. Die Nutzungszahlen zeigten, dass auch bislang schwer erreichbare und stark suchtbelastete Menschen angesprochen und zu Beratungsgesprächen gebracht werden könnten, teilte der Sprecher des Sozialdepartements mit.
Dadurch finde auch zumindest ein Teil der Konsumationen – bis Anfang September knapp 4500 – im geschützten Rahmen statt und nicht mehr im öffentlichen Raum. «Das sind zwei wichtige Erfolge», so der Sprecher.
Im «Raum für Konsum und Triage» an der Bederstrasse im Enge-Quartier fanden in den ersten elf Monaten mehr als 600 Beratungsgespräche mit fast 300 Personen statt. 20 bis 25 Personen nutzten das Angebot regelmässig, so der Sprecher.
Viele Angebote reduziert