St. Galler Präventivmedizinerin gibt Tipps zum Verhalten bei Hitze
Die Schweiz schwitzt und mit ihr auch der Kanton St. Gallen. Während die Temperaturen aktuell bei knapp über 30 Grad liegen, sagt SRF-Meteo im Verlaufe der Woche für mehrere Orte im Kanton sogar 35 Grad und noch mehr voraus. Tipps, wie man mit der Hitze klar kommt, gibt die kantonale Präventivmedizinerin im Interview.
Heisse Temperaturen und längere Hitzeperioden treten auch im Kanton St. Gallen immer häufiger auf, heisst es in einer Mitteilung des Kantons vom Dienstag. Das St. Galler Gesundheitsdepartement und der Apothekenverband St. Gallen/Appenzell reagieren auf die Hitze unter anderem mit der Kampagne «Zu heiss? Wir sind da». Teil der Kampagne sind Informationen, etwa auf der Internetseite https://www.hitzeplan-sg.ch/, Tipps sowie Beratungen.
Fragen dazu beantwortete Karin Faisst, Leiterin Amt für Gesundheitsvorsorge und Kantonale Präventivmedizinerin beim St. Galler Gesundheitsdepartement, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Uns erwarten diese Woche wieder Temperaturen über 30 Grad. Was machen Sie, um mit der Hitze klarzukommen?
Karin Faisst: Ich persönlich schaue, dass ich nachts zu Hause die Fenster aufmachen kann, damit die Räume vielleicht noch etwas abkühlen. Am Tag verdunkle ich die Fenster. Zudem trinke ich ausreichend. Dabei hilft es, stets eine Flasche Wasser neben mir stehen zu haben. Die Flasche erinnert mich daran, immer wieder zu trinken. Bei der Arbeit versuche ich Aufgaben, bei denen ich mich sehr konzentrieren muss, auf den Vormittag zu legen. Bereits ab einer Raumtemperatur von 26 Grad nimmt die Konzentrationsfähigkeit ab.
Hilft es, kalt zu duschen oder in kalten Gewässern zu baden?
Wenn der Körper stark erhitzt ist, sollte man es vermeiden, in sehr kaltes Wasser hineinzuspringen. Hüpft man beispielsweise in einen kalten Gebirgsbach oder einen Gebirgssee, kann das für den Kreislauf eine grosse Belastung sein. Es gilt, langsam und vorsichtig reinzugehen. Ein erfrischendes Bad oder auch kalt duschen kann den Körper aber durchaus abkühlen. Im Rahmen der Kampagne geben die Apotheken beispielsweise Kühltücher ab, weil ein feuchtes Tuch eine einfache Kühlmassnahme ist – egal ob unterwegs oder im Büro.