St. Galler Mobilitätsallianz will den CO2-Ausstoss senken
Wegen der Angebote der Mobilitätsallianz sind im Kanton St. Gallen bereits 1600 Berufspendler von Firmen wie Bühler oder SFS umgestiegen. Sie nutzen für den Weg zur Arbeit nicht mehr das Auto. Neu ist auch der St. Galler Spitalverbund Health Ostschweiz dabei.
Seit 2022 beteiligt sich der Kanton St. Gallen an der Mobilitätsallianz Ostschweiz. Ziel ist es, den Anteil des motorisierten Individualverkehrs am Berufsverkehr zu reduzieren. Die St. Galler Regierung will so ihre erklärten Ziele bei der Senkung des CO2-Ausstosses erreichen.
Kernpunkt des Konzepts ist die Zusammenarbeit mit grossen Unternehmen. Mit ihnen sollen Angebote entwickelt werden, die den Umstieg der Mitarbeitenden auf den öffentlichen Verkehr oder auf Zweiräder wie E-Scooter, Velo oder E-Bike erleichtern.
Erstmals präsentierte der Kanton nun konkrete Zahlen zur Wirkung der Mobilitätsallianz. Über 1600 Angestellte pendelten nicht mehr mit dem Auto zu ihrem Arbeitsplatz, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Beteiligt sind Firmen wie SFS, Leica, Bühler, Thyssenkrupp, VAT, Hilti, Thurgauer Kantonalbank, Swissoptic oder Escate.
Ein Fünftel lässt das Auto stehen
Die Auswertung dieser Unternehmen zeige, dass jede fünfte angestellte Person neu auf das Auto zum Pendeln verzichte. Zur Veranschaulichung präsentierte der Kanton zwei Vergleiche: Die Zahl der Autos entspreche dem Platz von sechs Fussballfeldern. In Personen gemessen seien es fünf voll besetzte Südostbahn-Züge.
Die Pendlermobilität mache rund einen Drittel des Gesamtverkehrs im Kanton St. Gallen aus. Während bei den Haushalten und in der Wirtschaft die energetischen Emissionen «fast zielmässig sinken», verharrten die Emissionen beim motorisierten Verkehr auf dem ursprünglichen Niveau, «respektive steigen gar».