Spaniens Trümpfe und Irans brisanter Kurztrip
Mit dem fast fitten Lamine Yamal und Rückkehrer Gavi erhält Luis de la Fuente frische Impulse. Spaniens Nationalcoach sieht sein Team vor dem Auftakt gegen Kap Verde bereit für den WM-Titel.
Man mag es kaum glauben, aber seit dem Titel 2010 ist Spanien an einer WM nie über die Achtelfinals hinausgekommen. In Brasilien mussten die Iberer 2014 als Titelverteidiger in einer Gruppe mit den Niederlanden, Chile und Australien bereits nach der Vorrunde die Heimreise antreten.
Nun scheint Spanien aber gewappnet. Als Nations-League-Sieger 2023 und Europameister 2024 gehört das Team von Luis de la Fuente zu den Topfavoriten auf den WM-Titel. Das Spiel am Montag gegen Aussenseiter Kap Verde in Atlanta sollte Formsache sein. Zumal der Coach der «Furia Roja» personell (fast) aus dem Vollen schöpfen kann.
Yamal und Williams auf der Bank
Die lange verletzten Offensivstars Lamine Yamal und Nico Williams sind rechtzeitig für den Turnierauftakt fit geworden. «Alle werden für das Spiel gegen Kap Verde zur Verfügung stehen. Das heisst aber nicht zwangsläufig, dass sie spielen», sagte De la Fuente in Atlanta. «Die gute Nachricht ist, dass Lamine sehr fit ist. Er ist in guter Form und trainiert sehr gut. Er steht zur Verfügung, aber er kann nicht von Anfang an spielen», so der Trainer am Sonntag. Dasselbe gelte für Flügel-Stürmer Nico Williams. Ob das Duo für einige Minuten zum Einsatz kommt, wird De la Fuente je nach Spielverlauf entscheiden.
Beim erst 18-jährigen Yamal kommt selbst der Coach nicht aus dem Schwärmen: «Fussballerisch ist er unglaublich reif. In Kombination mit seinem Talent ist das der Grund, warum so viel über ihn gesprochen wird.»
Darüber hinaus trainiere Yamal «drei Stunden pro Tag, geht in den Kraftraum, zum Physio, zum Psychologen und Ernährungsberater». Für den klaren Kopf hat er den Trainer: «Wir müssen dafür sorgen, dass er auf dem Boden bleibt. Das tut er bereits, aber wir müssen ihm nahe bleiben. Diese WM ist eine grosse Chance, sein ganzes Talent zu zeigen.»