So spüren Experten die Nester der Asiatischen Hornisse auf
Die Asiatische Hornisse breitet sich in der Schweiz rasant aus. Bei der Schweizer Meldeplattform für die Asiatische Hornisse gehen derzeit täglich 150 bis 250 Meldungen ein, wie es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA heisst.
«Die asiatische Hornisse ist eine der invasivsten Arten, die die Schweiz je erlebt hat», sagte die Fachfrau Carine Vogel zu Keystone-SDA. Die Biologin ist für die Meldungen auf der Plattform «asiatischehornisse.ch» zuständig.
Eine Bilanz für das laufende Jahr sei allerdings noch nicht möglich, da die Hornissensaison noch andauere. Ein Grossteil der täglich über die Plattform gemeldeten Hornissen stelle sich bei der Überprüfung aber tatsächlich als Asiatische Hornisse heraus.
Stark betroffene Gebiete sind wie bereits in den letzten Jahren die Kantone Waadt und Genf. Zunehmend betroffen sind laut Vogel aber auch die Kantone Jura, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Solothurn und Bern.
Wie sich der heisse Sommer auf die Art auswirkte, sei noch nicht abzuschätzen. Vogel verweist aber darauf, dass die Hornisse seit Jahren auch in Südfrankreich, Spanien und Portugal gut zurechtkommt.
Mit Funk-Sendern ausgestattete Hornissen
Die invasive Insektenart ernährt sich unter anderem von Honigbienen. Auch andere Insekten fallen ihr zum Opfer.
Um die Nester der invasiven Art aufzuspüren, wird deshalb mitunter ein beträchtlicher Aufwand betrieben. Einer, der sich seit Jahren mit der Bekämpfung beschäftigt, ist der Genfer Imker Kévin Golay. Er ist Mitgründer des Vereins Pollinea Action, der sich der Eindämmung der Asiatischen Hornisse widmet.