SNB bleibt bei Null – Werweissen über Zinsschritte hat begonnen
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) belässt den Leitzins ein weiteres Mal bei null Prozent. Bei der Inflation erwartet sie nur minimal höhere Werte. Ob damit baldige Zinserhöhungen wahrscheinlicher geworden sind, ist laut Ökonomen offen.
Konkret werden nun für 2026, 2027 und 2028 im Jahresdurchschnitt Teuerungsraten zwischen 0,7 und 0,8 Prozent erwartet. Bislang hatten die Prognosen auf 0,6 bis 0,7 Prozent gelautet. Der mittelfristige Inflationsdruck habe gegenüber der letzten Lagebeurteilung nur leicht zugenommen, betonten die Währungshüter anlässlich der geldpolitischen Lagebeurteilung vom Donnerstag.
Gemäss der neuen Prognose wird die Inflation im vierten Quartal zwar wegen des Ölpreises noch etwas ansteigen und bei 1,2 Prozent zu liegen kommen, bevor sie im Verlauf des Jahres 2027 wieder zurückgeht. Ein leichter Anstieg auf bis zu 0,9 Prozent gebe es dann 2029, so die SNB.
Die Geldpolitik mit dem Nullzins sei daher angemessen, um die Inflation im Bereich der Preisstabilität zu halten, und sie stütze die Wirtschaftsentwicklung. Die Preisstabilität ist gemäss der Definition der SNB bis zu einer Inflation von 2 Prozent gewährleistet.
Höheres Wachstum erwartet
Für die nächsten Quartale erwartet die Nationalbank ein moderates Wachstum. Sie prognostiziert nun für das laufende Jahr neu ein BIP-Wachstum von 1,5 bis 2,0 Prozent nach bislang «rund 1 Prozent». Für 2027 werden weiterhin rund 1,5 Prozent vorhergesagt.
Vom Ausland dürften weiter Wachstumsimpulse ausgehen, heisst es zur Begründung. Ausserdem wirkten die Geldpolitik und die erfolgte Frankenabwertung stützend.