Benedikt Hoffmann (D) wiederholt seinen Sieg
Die äusseren Bedingungen – hinzu kamen einzelne Teilstücke, deren Untergrund sich wegen der starken Regenfälle in den Vorwochen als schwierig erwies – wirkten sich auch auf die Zeiten aus. Der Deutsche Benedikt Hoffmann zum Beispiel, welcher wie vor zwölf Monaten den 67,6 Kilometer messenden und mit je 2644 Steigungs- und Gefällemetern garnierten «Diamond Run» und somit die Königsdistanz der «Davos X-Trails» für sich entschied, war mit 6:21.17 Stunden nahezu 32 Minuten länger unterwegs als bei seinem letztjährigen Siegeslauf. Eindrücklich präsentierte sich dafür sein Vorsprung von 30:38 Minuten. Praktisch gleich gross (30:05) fiel jener von Helga Fabian aus. Die in Stansstad wohnende und für Deutschland startende Läuferin benötigte 8:48.36 Stunden. Je einen französischen (Dorian Marchal, der allerdings in Aigle wohnt) und britischen (Sally Ratcliffe) Triumph gab es im 42,7 Kilometer messenden «Gold Run», auf dem es je 1424 Meter auf- und abwärts ging. In dieser Kategorie sorgte Jasmin Nunige für das beste einheimische Resultat.
Prominente Sieger beim «Silver Run»
Gar zwei Deutsche Erfolge gab es beim mit 731 Teilnehmenden quantitativ am stärksten besetzten Lauf, dem «Silver Run». Bei diesem feierten Nadine Hübel und Lukas Ehrle einen überlegenen Start-Ziel-Sieg mit beachtlichen 7:54 respektive 7:06 Minuten Vorsprung. Dass der zweifache Medaillengewinner (Silber bergauf und -ab, Bronze bergauf) der Europameisterschaften im Berglauf und Trailrunning von Anfang Juni im französischen Annecy sowie vor zwei Wochen Weltcup-Sieger im portugiesischen Castro Daire an den «Davos X-Trails» startete, verdankten die Organisatoren Benedikt Hoffmann. Der routinierte Läufer machte für den Youngster die Wettkampfplanung für seine Zeit in Europa. Und diese ist beschränkt – auf drei Monate. Der 19-Jährige studiert seit Januar in den USA an der Wingate University.
Im 23,6 Kilometer langen «Silver Run» mit 631 Steigungs- und 279 Gefällemetern schlug der über eine horrende Grundgeschwindigkeit verfügende Lukas Ehrle schon unmittelbar nach dem Startschuss in Klosters ein Tempo an, welchem kein einziger Konkurrent auch nur ansatzweise Folge leisten konnte. Dieses zog er konsequent durch und triumphierte in der fabelhaften Zeit von 1:27.55 Stunden. Fast nahezu halb so gross wie Lukas Ehrles Vorsprung war jener seiner drei Jahre jüngeren Schwester Julia Ehrle, welche den 9,3 Kilometer messenden Bronze- Run mit je 163 Steigungs- und Gefällemetern wie ihr Landsmann Jens Ziganke für sich entschied. Dass sie sich gegen ältere Läuferinnen zu behaupten weiss, unterstrich die 16-Jährige zuletzt mit Europameisterschafts-Gold (bergauf und -ab) bei der U20 in Annecy und als Zweite (Rückstand von sechs Hundertsteln) der Europameisterschaft über 3000 Meter auf der Bahn bei der U18 vor Wochenfrist in der Slowakei.